Broadcom Aktie: KI-Fantasie
Broadcom rückt im KI-Boom weiter nach vorn – und bekommt dabei prominente Unterstützung. Eine neue, mehrjährige Zusammenarbeit mit OpenAI sowie mehrere Analysten-Aufstufungen nähren die Erwartung, dass KI-Chips zum zentralen Wachstumstreiber werden. Gleichzeitig bleibt ein unangenehmer Schatten: Die VMware-Integration sorgt weiter für Reibung, und geopolitische Risiken könnten das Geschäft bremsen.
OpenAI-Deal stärkt die KI-Story
Kern der Nachricht ist die Kooperation mit OpenAI: Geplant ist das Design und der Rollout von 10 Gigawatt an maßgeschneiderten KI-Beschleunigern. OpenAI soll die Chips entwerfen, Broadcom wiederum die Systeme entwickeln und ausrollen. Der Start der Auslieferung ist für die zweite Hälfte 2026 avisiert.
Damit unterstreicht Broadcom seine Rolle bei ASICs (kundenspezifischen Chips) und Netzwerktechnik – also Bausteinen, die für KI-Rechenzentren immer wichtiger werden. Der Hintergrund: Große Tech-Konzerne setzen zunehmend auf eigene Chip-Designs, um KI-Workloads effizienter zu betreiben und nicht ausschließlich auf klassische GPUs angewiesen zu sein.
Analysten werden optimistischer – und liefern Zahlen
An der Wall Street kommt dieser Kurs gut an. Im Januar 2026 stufte Wolfe Research die Aktie hoch und verwies neben anderen KI-Erlösströmen auch auf Rückenwind durch Googles TPU-Ökosystem. Auch Wells Fargo zählt zu den Häusern, die die Perspektive bis 2026 positiver bewerten. In den vergangenen 90 Tagen gab es laut Ausgangstext mehrere Upgrades.
Operativ untermauert Broadcom die KI-Ambitionen mit einem konkreten Ausblick: Für das erste Quartal 2026 stellte das Unternehmen einen Konzernumsatz von rund 19,1 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Der Umsatz mit KI-Halbleitern soll dabei auf 8,2 Mrd. US-Dollar steigen – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Auch am Markt spiegelt sich der Optimismus zumindest teilweise: Am Freitag schloss die Aktie bei 330,11 US-Dollar und liegt damit nur knapp 7% unter dem 52‑Wochen-Hoch von Mitte Januar.
VMware: Kundenkonflikte und China als Unsicherheitsfaktoren
So stark die KI-Nachrichten wirken – Broadcom hat weiterhin Baustellen. Bei der Integration von VMware gibt es laut Bericht Ärger mit Kunden, vor allem wegen Preisen und Abo-Modellen. In einigen Fällen führte das sogar zu juristischen Auseinandersetzungen. Analysten sehen hier das Risiko, dass Kunden abspringen könnten.
Dazu kommt die geopolitische Ebene: Im Januar gab es Berichte über eine Anweisung in China, ausländische Software – darunter VMware – aus Staatsunternehmen zu entfernen. Das könnte einen spürbaren Teil der regionalen Erlöse treffen. Diese Punkte, zusammen mit Beobachtungen zur Entwicklung des Working Capitals, bleiben daher ein Gegengewicht zur KI-Euphorie.
Unterm Strich dürfte 2026 für Broadcom zu einem Balanceakt werden: KI treibt die Erwartungen, doch ob die Bewertung trägt, hängt auch daran, wie sauber VMware stabilisiert wird – und wie stark geopolitische Entscheidungen das Software-Geschäft in Asien tatsächlich treffen.
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