Broadcom hat 2025 ein Plus von 49 Prozent erzielt, doch seit dem Dezember-Hoch bei über 414 US-Dollar ist die Aktie rund 17 Prozent gefallen. Der Grund: Anleger reagierten enttäuscht auf die Margen-Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Trotz eines Auftragsbestands von 162 Milliarden US-Dollar – davon 73 Milliarden allein für KI-Produkte – bleibt die Frage, ob die ambitionierte Bewertung gerechtfertigt ist.

Starkes KI-Geschäft, sinkende Margen

Das Geschäft mit KI-Halbleitern bleibt der zentrale Wachstumstreiber. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Broadcom allein mit KI-Chips 6,5 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management eine Verdopplung auf 8,2 Milliarden US-Dollar.

Die jüngsten Großaufträge unterstreichen die Dynamik:

  • 10 Milliarden US-Dollar von KI-Start-up Anthropic
  • Mehrjährige Vereinbarung mit OpenAI über kundenspezifische ASICs
  • Fortgesetzte Nachfrage von Alphabet, Meta und ByteDance

Die Kehrseite: Maßgeschneiderte KI-Beschleuniger sind margenschwächer als klassische Halbleiterprodukte. Die komplexe Integration von Rechen-, Speicher- und I/O-Komponenten drückt auf die Profitabilität. Das Infrastructure-Software-Geschäft aus der VMware-Übernahme wächst im ersten Quartal nur um bescheidene 2 Prozent auf 6,8 Milliarden US-Dollar und liefert kaum zusätzlichen Schwung.

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Bewertung fordert Perfektion

Mit einem KGV von etwa 70 liegt Broadcom deutlich über dem Branchenschnitt von 38,7. Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von rund 50 Prozent auf 92 bis 96 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 9,88 US-Dollar – ein Anstieg von 45 Prozent. Das durchschnittliche Kursziel von 457 US-Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von etwa 33 Prozent vom aktuellen Niveau.

Diese Erwartungen lassen wenig Spielraum für Rückschläge. Die aktuell erhöhte Volatilität von knapp 74 Prozent auf 30-Tage-Basis spiegelt die Unsicherheit wider.

Neue Produkte abseits der KI-Schlagzeilen

Auf der CES stellte Broadcom eine Wi-Fi-8-Plattform vor, die auf Verbindungsstabilität statt auf Geschwindigkeit setzt. Die drei neuen Chips kombinieren CPU, neuronale Prozessoren für KI-gestützte Netzwerkoptimierung und integrierte Leistungsverstärker. Die Technologie reduziert Paketverluste und Latenz um jeweils 25 Prozent gegenüber Wi-Fi 7 – ein solides Update für das Connectivity-Geschäft, aber weit entfernt von der Zugkraft des KI-Segments.

Am 6. März folgen die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Sollte das Unternehmen die ehrgeizigen Erwartungen verfehlen oder erneut vorsichtig bei den Margen sein, dürfte die Aktie weiter unter Druck geraten.

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