Bei Broadcom prallen gerade zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite treibt der Konzern seine KI-orientierte Hardware-Roadmap voran. Auf der anderen Seite sorgen Insiderverkäufe und ein heikler Umbau im VMware-Umfeld für Stirnrunzeln. Genau diese Mischung erklärt, warum die Aktie kurzfristig unter Druck steht.

Insiderverkäufe und VMware-Verträge

Im Fokus stehen zunächst mehrere Transaktionen aus dem Top-Management. CEO Hock Tan verkaufte 70.000 Aktien und erlöste damit laut Marktdaten rund 24,3 Mio. US-Dollar. Zusätzlich gab es Verkäufe von CFO Kirsten Spears und CLO Mark Brazeal. Solche Verkäufe können zwar Routine sein – wenn sie zeitlich gebündelt auftreten, schauen Aktionäre aber besonders genau hin, vor allem nach einer Phase unterhalb früherer Rekordstände.

Parallel sorgt ein operatives Thema in der Software-Sparte für Unsicherheit: Berichte sprechen von offenen Fragen bei Vertragsverlängerungen zwischen VMware und bestimmten Cloud Service Providern (VCSP). Demnach könnten einzelne Partnerschaften nicht erneuert werden. Partner sollen offene Verkäufe bis Ende März abschließen. Das wirkt wie eine strategische Verschärfung – und weckt Diskussionen darüber, was das mittelfristig für Umsatz und Kundenbeziehungen im Cloud-Infrastrukturgeschäft bedeutet.

Gegenpol: Wi‑Fi 8 für die KI-Ära

Gegen die Skepsis setzt Broadcom neue Produkte. Am Dienstag kündigte das Unternehmen nach eigenen Angaben die branchenweit erste Enterprise-Wi‑Fi‑8-Access-Point- und Switch-Lösung an. Die Linie zielt explizit auf die hohen Datenanforderungen von KI-Anwendungen – ein Signal, dass Broadcom seine Rolle als Infrastruktur-Zulieferer für KI weiter ausbauen will.

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Auch Analysten bleiben langfristig eher konstruktiv: Wolfe Research stufte die Aktie am 30. Januar auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 400 US-Dollar. Wells Fargo erhöhte Mitte Januar auf „Overweight“ und verwies auf die strategische Positionierung.

Kurslage und nächster Termin

Kurzfristig dominiert aber die Nervosität. Mit 313,40 US-Dollar liegt die Aktie heute 1,29% im Minus; auf 30 Tage summiert sich der Rückgang auf 8,01%. Aus Chart-Sicht rückt zudem die im Markt viel beachtete Zone um 300 US-Dollar als mögliche Unterstützung in den Mittelpunkt – ein Bereich, an dem sich oft entscheidet, ob Verkäufer weiter den Ton angeben.

Wirklich Klarheit dürfte erst der nächste harte Datenpunkt bringen: Am 04. März 2026 will Broadcom die Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen – dann wird sich zeigen, wie stark mögliche VMware-Effekte tatsächlich durchschlagen und ob die Wachstumsstory rund um KI-Infrastruktur die Sorgen überdeckt.

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