Broadcom rückt wieder ins Rampenlicht. Gleich zwei große Investmentbanken haben am Freitag ihre Kursziele für den Halbleiterkonzern angehoben – und das nur wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen. Der Grund: Ein offenbar milliardenschwerer Deal mit OpenAI, der Broadcom tiefer ins KI-Geschäft bringt. Die Aktie handelt bei rund 380 US-Dollar und tritt damit auf der Stelle, während der Markt auf den Ergebnisbericht am 11. Dezember wartet.

Zwei Banken, zwei Hochstufungen

Die jüngste Aufwärtsbewegung im Analystenlager begann am Donnerstag. Oppenheimer-Analyst Rick Schafer erhöhte sein Kursziel von 400 auf 435 US-Dollar und bekräftigte seine "Outperform"-Einschätzung. Am Freitag folgte die Bank of America mit einem noch ambitionierteren Ziel von 460 US-Dollar. Die Begründung: Broadcom habe sich einen langfristigen Großauftrag von OpenAI gesichert, der über seinen Lebenszyklus ein Volumen von über 100 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Konkret geht es um die Lieferung von maßgeschneiderten KI-Beschleunigern und Netzwerkinfrastruktur mit einer Leistung von etwa zehn Gigawatt. Damit würde Broadcom nicht nur Google mit TPUs beliefern, sondern auch OpenAI als strategischen Partner gewinnen. Die Analysten sehen darin einen deutlichen Hinweis darauf, dass Broadcoms Custom-Silicon-Geschäft an Fahrt aufnimmt.

Hohe Erwartungen vor dem Zahlenreport

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Broadcom?

Die Kurszielanhebungen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Am 11. Dezember legt Broadcom die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Die Konsensschätzung liegt bei einem Gewinn je Aktie von etwa 1,87 US-Dollar. Doch die eigentliche Brisanz liegt in der Guidance für 2026 und vor allem in der Frage, wie schnell sich der OpenAI-Deal in den Umsatzzahlen niederschlägt.

Im dritten Quartal hatte Broadcom ein KI-Umsatzwachstum von über 60 Prozent im Jahresvergleich gemeldet. CEO Hock Tan setzt konsequent auf enge Partnerschaften mit den größten Cloud-Anbietern – eine Strategie, die bislang aufgeht. Dennoch handelt die Aktie momentan leicht unter ihren Jahreshochs, da Investoren abwarten, ob die KI-Euphorie auch in harte Cashflows mündet.

Ausblick: Alles hängt an der Guidance

Technisch hält sich die Aktie über der Unterstützung bei 375 US-Dollar. Sollte Broadcom am Mittwoch starke Zahlen und eine optimistische Prognose liefern, könnte der Weg in Richtung der neuen Analystenziele von 435 und 460 US-Dollar frei werden. Entscheidend wird sein, wie klar das Management die Zeitschiene für die OpenAI-Umsätze kommuniziert. Bleibt diese vage, dürfte die Aktie zunächst seitwärts laufen.

Broadcom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Broadcom-Analyse vom 5. Dezember liefert die Antwort:

Die neusten Broadcom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Broadcom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Dezember erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Broadcom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...