Broadcom steht vor zwei Ereignissen, die den weiteren Kursverlauf maßgeblich beeinflussen könnten: Am Mobile World Congress in Barcelona präsentiert der Chipkonzern eine neue Telco-Cloud-Plattform. Noch wichtiger aber: In zwei Tagen folgen die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen – nach einem Kursrückgang von über 20% seit Dezember.

Neue Telco-Plattform für KI und Souveräne Clouds

Auf dem MWC 2026 stellte Broadcom die VMware Telco Cloud Platform 9 vor – eine Private-Cloud-Lösung für Telekommunikationsbetreiber. Die Plattform basiert auf VMware Cloud Foundation 9 und soll die Gesamtbetriebskosten über fünf Jahre um geschätzte 40% senken. Der Energieverbrauch könnte durch höhere Server-Effizienz um 25-30% sinken.

Im Zentrum steht die Monetarisierung von KI-Diensten: Die Plattform ermöglicht Private AI-as-a-Service mit integrierten Tools wie Model Store und Vector Databases. Durch GPU-Virtualisierung lassen sich einzelne Grafikkarten auf mehrere virtuelle Maschinen aufteilen – eine Antwort auf die weltweit steigenden Anforderungen an souveräne Cloud-Infrastrukturen.

Branchengrößen wie BT Group und Nokia haben die Plattform bereits positiv bewertet. Die Neuauflage kommt allerdings in einer kritischen Phase: VMware hatte zuletzt einige Kunden durch Preisänderungen verprellt – darunter Boost Mobile, das zu Wind River wechselte.

73 Milliarden Dollar KI-Auftragsbestand

Die eigentliche Bewährungsprobe steht am 4. März an. Analysten erwarten für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 19,21 Milliarden Dollar – ein Plus von 29% gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie rechnet die Wall Street mit 2,02 Dollar, was einem Zuwachs von 26% entspricht.

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Broadcom hat in den vergangenen neun Quartalen stets die Erwartungen übertroffen. Diesmal richtet sich der Fokus besonders auf das KI-Geschäft: Der Auftragsbestand für KI-Chips und -Komponenten übersteigt mittlerweile 73 Milliarden Dollar – fast die Hälfte des gesamten Backlogs von 162 Milliarden Dollar. Allein die Bestellungen für KI-Switches liegen bei über 10 Milliarden Dollar, getrieben durch Rekordaufträge für den Tomahawk-6-Switch.

Analysten rechnen damit, dass das KI-Chipgeschäft im ersten Quartal auf 8,2 Milliarden Dollar verdoppelt – eine Entwicklung, die durch den Übergang der Hyperscaler von experimentellen KI-Projekten zu massiven Produktionsumgebungen befeuert wird.

Analysten erhöhen Prognosen

Bank of America hob kürzlich ihre Schätzung für den KI-Rechenzentrumsmarkt bis 2030 auf 1,4 Billionen Dollar an und geht davon aus, dass sich KI-Systeme 2026 verdoppeln werden. Entsprechend wurden die Umsatz- und Gewinnprognosen für Broadcom angehoben.

Von 30 Analystenbewertungen der vergangenen 90 Tage lauten 28 auf Kaufen, zwei auf Halten – keine einzige Verkaufsempfehlung. Ark Invest stockte seine Position über die ETFs ARKK und ARKQ um rund 8 Millionen Dollar auf.

Das Geschäftsjahr 2025 schloss Broadcom stark ab: Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 18,0 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar. Der operative Free Cashflow stieg übers Gesamtjahr um 39% auf 26,9 Milliarden Dollar.

Am 4. März nach Börsenschluss wird sich zeigen, ob der massive KI-Auftragsbestand und die Fortschritte im Infrastrukturgeschäft ausreichen, um das Vertrauen der Anleger nach der deutlichen Korrektur zurückzugewinnen.

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