Während der DAX nach fünf Verlustwochen mühsam um die Marke von 22.000 Punkten kämpft, zeigt sich Brenntag auffallend stabil. In einem Marktumfeld, das von geopolitischen Sorgen in der Straße von Hormus und schwankenden Ölpreisen geprägt ist, setzt sich der Chemiedistributor deutlich vom schwächelnden Gesamtmarkt ab. Anleger scheinen in dem Titel derzeit eine Art sicheren Hafen innerhalb des volatilen Leitindex zu suchen.

Resilienz im volatilen Umfeld

Die Aktie beendete die Handelswoche bei 56,12 Euro. Das entspricht einem Plus von rund 8,4 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Damit führt der Wert die Liste der Wochengewinner im DAX an. Bemerkenswert ist diese Entwicklung vor allem deshalb, weil der breite Markt zeitweise extreme Schwankungen von über 1.300 Punkten an einem einzigen Handelstag verarbeiten musste. Während Inflationsängste viele Branchen belasten, erweist sich der Sektor der Chemiedistribution als widerstandsfähig.

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Verantwortlich für diese relative Stärke sind unter anderem die Dynamiken in der Lieferkette. Angebotsverknappungen bei bestimmten Vorprodukten führen dazu, dass Unternehmen wie Brenntag ihre Preisgestaltung anpassen können. Diese Flexibilität stützt die Margen, selbst wenn die Unsicherheit im Nahen Osten die Energiepreise antreibt.

Charttechnik liefert Unterstützung

Durch den jüngsten Kurssprung hat sich das Papier deutlich von seinen technischen Durchschnittslinien nach oben abgesetzt. Der Abstand zur 50-Tage-Linie, die aktuell bei 51,93 Euro verläuft, beträgt mittlerweile rund acht Prozent. Auch der 200-Tage-Durchschnitt wurde mit einer ähnlichen Differenz hinter sich gelassen.

Trotz der dynamischen Aufwärtsbewegung ist die Aktie laut dem Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 57,9 noch nicht im überkauften Bereich. Das lässt theoretisch Raum für weitere Zuwächse, sofern das fundamentale Umfeld stabil bleibt. Die Volatilität der Aktie liegt mit über 45 Prozent jedoch auf einem Niveau, das weiterhin Wachsamkeit erfordert.

Ob die Aufwärtsbewegung nachhaltig ist, entscheidet sich an der Marke von 62,38 Euro – dem aktuellen 52-Wochen-Hoch. Sollte der DAX die psychologisch wichtige Zone von 22.000 Punkten nachhaltig verteidigen, könnte dies das nötige Fundament für einen Test dieses Widerstands liefern. Ein Rückfall unter die 50-Tage-Linie würde das positive Momentum hingegen neutralisieren.

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