BP Aktie: Richtungsweisende Daten
BP kämpft derzeit an zwei Fronten gleichzeitig: Im Mittleren Westen der USA droht ein Arbeitskampf an der größten Raffinerie der Region, während Klimaaktivisten das Unternehmen vor dem Jahrestreffen im April gerichtlich unter Druck setzen. Dass die Aktie trotzdem nahe ihrem 52-Wochen-Hoch notiert, hat vor allem einen Grund: der Ölpreis.
Tarifstreit in Whiting eskaliert
In Whiting, Indiana, spitzt sich der Konflikt zwischen BP und der Gewerkschaft United Steelworkers (USW) zu. Die Gewerkschaftsmitglieder lehnten BPs eigentlich als endgültig bezeichnetes Angebot mit deutlicher Mehrheit ab. Statt nachzubessern, legte BP ein überarbeitetes Angebot vor — das die Gewerkschaft als noch schlechter einstufte.
Die USW wirft BP vor, nach zwei Monaten Verhandlungen nun grundlegende Vertragsbedingungen verschlechtern zu wollen: Lohnkürzungen, Einschränkungen des Streikrechts, Entzug von Tarifrechten sowie die Streichung und Auslagerung von 100 Stellen. Beide Seiten arbeiten derzeit unter rollierenden 24-Stunden-Verlängerungen des abgelaufenen Vertrags weiter.
Die Raffinerie in Whiting ist die größte im US-Mittleren Westen und versorgt die Region mit Benzin, Diesel und Kerosin. Rund 800 Gewerkschaftsmitglieder sind dort beschäftigt. BP hat bereits Ersatzpersonal aus aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern trainiert, um den Betrieb im Falle eines Streiks aufrechtzuerhalten.
Klimaaktivisten drohen mit Klage
Parallel dazu gerät BP durch die Aktionärsgruppe Follow This unter Druck. Die Organisation reichte gemeinsam mit Investoren, die zusammen rund eine Billion Euro verwalten — darunter Groupama und die Ethos Foundation — eine Resolution ein. Diese fordert BP auf, langfristige Strategien für ein Szenario sinkender Öl- und Gasnachfrage offenzulegen.
BP nahm die Resolution nicht in die Einladung zur Hauptversammlung auf und begründete dies mit rechtlichen Bedenken. Follow This drohte daraufhin mit einer einstweiligen Verfügung, um die Weiterleitung der Resolution an die Aktionäre zu erzwingen.
Governance-Experten zeigen sich besorgt: Nach Angaben von Follow This ist kein vergleichbarer Fall bekannt, in dem ein FTSE-100-Unternehmen eine zulässige Aktionärsresolution zurückgehalten hat. Sollte BP gegen seine Pflichten verstoßen haben, könnte das Unternehmen gezwungen sein, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Die reguläre Hauptversammlung ist für den 23. April angesetzt.
Ölpreis stützt — Analysten gespalten
Das makroökonomische Umfeld bleibt vorerst günstig. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel für BP zuletzt von 490 auf 540 Pence und bestätigte die Kaufempfehlung. Auch Berenberg Bank stuft den Titel mit „Kaufen" ein. Gegenteiliger Meinung ist die Bank of America, die BP seit Dezember 2025 mit „Underperform" bewertet — mit dem Argument, dass ein schwächerer Ölpreis und das laufende Verkaufsprogramm von Vermögenswerten im Wert von 20 Milliarden Dollar die Erträge im Vergleich zu Konkurrenten wie Shell und TotalEnergies belasten könnten.
Der Brent-Rohölpreis kletterte Anfang März kurzzeitig auf 119,50 Dollar je Barrel und notierte Mitte März noch bei rund 100 Dollar — getrieben von geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus. Das stützt BPs Ergebnisse kurzfristig, erhöht aber auch die Abhängigkeit vom Ölpreiszyklus — genau jener Kritikpunkt, den Follow This mit seiner Resolution adressiert.
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