Shell hat seinen Aktionären für das vierte Quartal 2025 eine Dividende von 0,372 US-Dollar je Aktie bestätigt, zahlbar am 30. März. Gleichzeitig sorgt der frisch veröffentlichte Jahresbericht für Gesprächsstoff — vor allem wegen der Vergütung von Konzernchef Wael Sawan.

Gewinn sinkt, Gehalt steigt

Sawan erhielt 2025 insgesamt 13,8 Millionen Pfund — ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das fällt umso mehr auf, weil der bereinigte Konzerngewinn im gleichen Zeitraum um 22 Prozent auf 18,1 Milliarden US-Dollar sank. Hinzu kamen vier tödliche Arbeitsunfälle in Argentinien, Malaysia und Großbritannien, die zwar zu Abzügen in der Bonusformel führten, die Auszahlung aber nicht verhinderten.

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Der Anstieg erklärt sich teilweise durch den Vergütungsaufbau: 2025 war das erste Jahr, in dem Sawan ein vollständiges Paket erhalten konnte, da seine langfristigen Aktienprämien nach dreijähriger Wartefrist erstmals vollständig ausgezahlt wurden. Dennoch plant der Vorstand, die Hauptversammlung am 19. Mai um Zustimmung zu einer neuen Vergütungspolitik zu bitten — die den maximalen Langzeitbonus für den CEO um weitere 50 Prozent anheben würde.

Kapitalrückführung bleibt auf Kurs

Trotz des Gewinnrückgangs hält Shell sein Aktionärsprogramm konsequent aufrecht. Die Dividende wurde um 4 Prozent erhöht, und das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft bereits im 17. aufeinanderfolgenden Quartal mit einem Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar. Allein in der Woche vom 9. bis 13. März wurden täglich Aktien zurückgekauft und eingezogen — am 13. März insgesamt rund 327.000 Stück. Insgesamt flossen 2025 rund 22,4 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Rückkäufe an die Aktionäre zurück.

Der operative Cashflow blieb mit 42,9 Milliarden US-Dollar robust. Die Shell-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 21 Prozent zugelegt und markierte heute ein neues 52-Wochen-Hoch.

Hauptversammlung als Gradmesser

Wie institutionelle Investoren auf die geplante Gehaltserhöhung reagieren, wird die HV am 19. Mai zeigen. Angesichts sinkender Gewinne und der öffentlichen Debatte über Unternehmensverantwortung dürfte die Abstimmung über die neue Vergütungspolitik kein Selbstläufer werden.

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