Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu und legt eine der wichtigsten Lebensadern der Weltwirtschaft lahm. Während die Blockade der Straße von Hormus globale Inflationssorgen schürt, rücken Energiekonzerne massiv ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Kann die historische Freigabe von Notfallreserven den Ölpreis bremsen, oder stehen wir erst am Anfang einer längeren Rallye?

Verantwortlich für die angespannte Lage an den Energiemärkten ist die faktische Schließung der Straße von Hormus. Nach erneuten Angriffen auf Frachtschiffe ist die Durchfahrt für Öltanker aktuell zu gefährlich. Dieser Versorgungsengpass trieb den Preis für die Nordseesorte Brent zuletzt auf rund 93 US-Dollar pro Barrel, während WTI die Marke von 88 US-Dollar übersprang.

Historische Intervention verpufft

Um den Markt zu beruhigen, griff die Internationale Energieagentur (IEA) zu einer beispiellosen Maßnahme. Die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven markiert die größte Notfallaktion in der 50-jährigen Geschichte der Organisation. Allein die USA steuern 172 Millionen Barrel bei. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus: Die Ölpreise stiegen nach der Ankündigung sogar um rund sechs Prozent.

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Marktbeobachter von Goldman Sachs und JPMorgan weisen darauf hin, dass diese Reserven den geschätzten Ausfall von bis zu zehn Millionen Barrel pro Tag durch die Hormus-Blockade nicht dauerhaft kompensieren können. In diesem Umfeld ziehen die Papiere der Energiekonzerne kräftig an. Die BP-Aktie markierte gestern mit einem Schlusskurs von 5,96 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 17 Prozent.

Das anhaltend hohe Preisniveau für Rohöl zwingt nun auch die großen Finanzinstitute, ihre Modelle anzupassen. JPMorgan hob das Kursziel für BP auf 520 Pence an, behielt aber die Einstufung auf "Neutral" bei. Die Analysten der Citi gehen noch einen Schritt weiter und empfehlen die Papiere mit einem neuen Kursziel von 540 Pence zum Kauf.

Wachsende Inflationssorgen

Der Ölpreisschock zieht bereits weitere Kreise und verkompliziert die Arbeit der Notenbanken. Während die US-Inflation im Februar mit 2,4 Prozent noch den Erwartungen entsprach, warnen Experten, dass der jüngste Preissprung an den Zapfsäulen darin noch gar nicht abgebildet ist. Auch in Großbritannien steigen die Kraftstoffpreise spürbar an. Die Finanzmärkte preisen mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent ein, dass die Europäische Zentralbank im Jahr 2026 die Zinsen zweimal anheben muss, um die energiegetriebene Teuerung zu bekämpfen.

Solange die geopolitische Krise in Westasien ungelöst bleibt und die Handelsrouten blockiert sind, behalten die Bullen im Energiesektor die Oberhand. Die historischen Freigaben der Ölreserven verschaffen dem Markt lediglich einen kurzfristigen Puffer, ändern aber nichts an der fundamentalen Verknappung des Angebots, von der Konzerne wie BP derzeit direkt profitieren.

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