HSBC hat BP von „Reduce" auf „Hold" hochgestuft und das Kursziel deutlich von 4,30 auf 5,65 Britische Pfund angehoben. Auslöser ist eine deutlich verbesserte Erwartung beim Schuldenabbau – angetrieben vom gestiegenen Ölpreis. Passend dazu erklomm die Aktie an der Londoner Börse gestern ein Fünfjahreshoch und legte rund 4,9 Prozent zu.

Ölpreis dreht die Rechnung

Der Kern der Hochstufung liegt in der veränderten Cashflow-Arithmetik. HSBC rechnet nun mit einem Brent-Preis von rund 80 Dollar je Barrel – gegenüber der früheren Annahme von 65 Dollar. Das macht für das operative Cashflow-Ergebnis 2026 einen Unterschied von rund 4 Milliarden Dollar aus.

In der Konsequenz dürfte der Nettoverschuldungspeak früher und niedriger ausfallen als bislang erwartet. Die Analysten kalkulieren nun mit einem Nettoschuld-Stand von rund 9 Milliarden Dollar zum Jahresende 2026 – zuvor waren es 13 Milliarden Dollar. Das eigene Zielband des Konzerns liegt bei 14 bis 18 Milliarden Dollar; BP würde es damit komfortabel unterbieten.

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Noch im Februar hatte HSBC die Aktie auf „Reduce" gesetzt. Damals stand die Sorge im Vordergrund, dass BP bis weit in 2026 hinein mit einem hohen Schuldenstand und mageren Ausschüttungen kämpfen würde. Dieses Bild hat sich durch den Ölpreisanstieg grundlegend verschoben.

Starke Kursbewegung, schwacher Gesamtmarkt

Bemerkenswert: Der Kursanstieg gestern fiel in einen insgesamt schwachen Markttag. Der britische Leitindex verlor mehr als 2 Prozent und markierte ein neues Einmonatstief. Bergbau-, Haushaltsgeräte- und Industriewerte standen unter besonderem Druck. BP lief dem Markt damit klar entgegen.

Die Aktie nähert sich nun mit rund 45,86 Dollar (US-Notierung) ihrem 52-Wochen-Hoch von 46,79 Dollar – und hat in den vergangenen sechs Monaten bereits rund 38 Prozent zugelegt. HSBC sieht BP unter den großen europäischen Ölkonzernen als denjenigen Titel mit der höchsten Sensitivität gegenüber einem anhaltend hohen Ölpreisniveau.

Zuletzt hatte das Unternehmen mit einem schwierigen Quartalsbericht für Gesprächsstoff gesorgt: Im vierten Quartal 2025 stand unter dem Strich ein IFRS-Verlust von 3,4 Milliarden Dollar, bedingt durch Abschreibungen in Höhe von 4 Milliarden Dollar. Das Aktienrückkaufprogramm wurde daraufhin ausgesetzt. Die aktuellen Kurszuwächse legen nahe, dass der Markt inzwischen stärker auf die verbesserten Schuldenaussichten schaut als auf die belasteten Vorjahresergebnisse.

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