BP trennt sich von einem der schwersten Brocken in seinem Portfolio: Die Raffinerie Gelsenkirchen, eine der größten Deutschlands, geht an den konzernunabhängigen Betreiber Klesch-Gruppe. Der Verkauf ist Teil einer klaren Strategie – und soll BP über eine Milliarde Dollar an Betriebskosten sparen.

Gelsenkirchen findet neuen Eigentümer

Der Komplex in Gelsenkirchen ist kein kleines Asset. Zwei Standorte, rund 1.800 Beschäftigte, eine Jahreskapazität von zwölf Millionen Tonnen Rohöl. BP hatte den Verkauf vor über einem Jahr angekündigt – nun ist der Käufer gefunden. Die Klesch-Gruppe übernimmt nicht nur die Raffinerie selbst, sondern auch das Tanklager in Bottrop, die Tochtergesellschaft DHC Solvent Chemie in Mülheim/Ruhr sowie weitere Beteiligungen. Der Abschluss der Transaktion hängt noch von der Behördenzustimmung ab und wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Über den Kaufpreis schweigen beide Seiten.

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Klesch ist kein Unbekannter im deutschen Raffineriemarkt. Bereits 2010 übernahm die Gruppe die Raffinerie Heide in Schleswig-Holstein von Shell, 2022 folgte ein weiterer Standort im dänischen Kalundborg – übernommen vom norwegischen Energiekonzern Equinor. Mit Gelsenkirchen käme nun die dritte europäische Raffinerie hinzu.

Goldman Sachs traut BP noch mehr zu

Auf Investorenseite kommt der Umbau gut an – zumindest bei Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hält an ihrer Kaufempfehlung für BP-Aktien fest und hebt das Kursziel auf 640 Pence an, von zuvor 590 Pence. Bemerkenswert: Goldman Sachs liegt mit seiner 2026er Gewinnschätzung für BP satte 75 Prozent über dem Marktkonsensdaten von LSEG – die größte Abweichung in der gesamten europäischen Öl-Coverage der Bank.

Hintergrund dieser optimistischen Sichtweise ist auch die angehobene Rohölpreisprognose. Goldman Sachs kalkuliert für 2026 mit einem Brent-Preis von 88 Dollar je Barrel, für 2027 mit 76,70 Dollar. Zum Vergleich: Der aktuelle Spotpreis liegt nahe 110 Dollar – ein Niveau, das die Raffineriemargen und Upstream-Erträge der großen Ölkonzerne kräftig stützt.

Für BP ergibt sich aus diesem Zusammenspiel ein klares Bild: Der Rückzug aus dem Raffinieriegeschäft in Gelsenkirchen entlastet die Bilanz um rund eine Milliarde Dollar an jährlichen Betriebskosten und schärft gleichzeitig das Konzernprofil. Während Wettbewerber wie Repsol nach einer Rally von 27 Prozent seit Ende Februar kaum noch Kurspotenzial bieten, gilt BP bei Goldman Sachs als die Aktie mit dem vergleichsweise größten Aufholpotenzial im Sektor.

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