Rigetti Computing kämpft derzeit an mehreren Fronten. Während Analysten zwar weiterhin Potenzial in der Quanten-Technologie sehen, zwingen Verzögerungen beim Hardware-Fahrplan und enttäuschende Umsatzzahlen zu einer Neubewertung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der technologische Vorsprung die zeitlichen Rückschläge kompensieren kann.

Kursziel-Kürzung und schwache Zahlen

Das Analysehaus Benchmark hat das Kursziel für Rigetti drastisch von 35,00 auf 25,00 US-Dollar gesenkt. Zwar halten die Experten an ihrer Kaufempfehlung fest, jedoch spiegelt die Korrektur eine allgemeine Schwäche im gesamten Quantensektor wider. Hinzu kommen die jüngsten Geschäftszahlen: Mit einem Quartalsumsatz von 1,87 Millionen Dollar blieb das Unternehmen deutlich hinter den Erwartungen von 2,33 Millionen Dollar zurück.

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Ein kleiner Lichtblick war lediglich der Verlust pro Aktie, der mit 0,03 Dollar geringer ausfiel als befürchtet. Zusätzliche Verunsicherung lösten allerdings Insider-Verkäufe aus. Sowohl der Technikchef als auch der Finanzvorstand trennten sich Mitte März von Anteilen, was Marktbeobachter in einem ohnehin nervösen Umfeld oft vorsichtig stimmt.

Die Hürden der 108-Qubit-Hardware

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Entwicklung des neuen 108-Qubit-Systems „Cepheus-1-108Q“. Ursprünglich für Ende 2025 geplant, verschiebt sich die allgemeine Verfügbarkeit nun auf das Ende des ersten Quartals 2026. Grund für die Verzögerung sind technische Optimierungen an den Kopplungselementen. Das Ingenieursteam entschied sich für eine zusätzliche Chip-Iteration, um die Fehlerrate bei Rechenoperationen weiter zu senken und eine Zielgenauigkeit von 99,5 % zu erreichen.

Trotz dieser Verzögerungen konnte Rigetti einen Erfolg verbuchen: Einen Auftrag über 8,4 Millionen Dollar vom indischen Forschungszentrum C-DAC. Allerdings wird dieser Deal erst spät umsatzwirksam. Während die Technik bald bereitstehen soll, ist die Installation vor Ort in Bengaluru erst für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Diese zeitliche Lücke zwischen technischer Fertigstellung und tatsächlicher Auslieferung bleibt ein kritischer Faktor für die kurzfristige Umsatzentwicklung. Die Aktie notiert mit aktuell 13,05 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 16,23 Euro. Da die Installation des Großauftrags in Indien erst spät im Jahr terminiert ist, liegt der Fokus der Anleger nun primär auf der Einhaltung des neuen Zeitplans für das 108-Qubit-System zum Quartalsende.

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