Die Aktie von Bloom Energy scheint aktuell nur eine Richtung zu kennen: steil nach oben. Mit einem Kursplus von fast 600 Prozent in den letzten 12 Monaten gehört das Unternehmen zu den großen Gewinnern des KI-Booms. Doch nach dem jüngsten Einstieg der Citigroup und neuen Rekordhochs stellen sich Marktteilnehmer zunehmend die Frage, wie viel Fantasie in der aktuellen Bewertung bereits eingepreist ist.

Analysten heizen Stimmung an

Am gestrigen Dienstag legte das Papier erneut kräftig zu und notiert aktuell bei 145,78 Euro. Auslöser für den jüngsten Schub war eine neue Analyse der Citigroup. Analyst Vikram Bagri nahm die Beobachtung des Brennstoffzellen-Spezialisten auf und setzte ein Kursziel von 162 US-Dollar. Zwar stuft die Bank die Aktie vorerst nur mit „Neutral“ ein und sieht sie auf dem aktuellen Niveau als fair bewertet an, doch die Bestätigung der starken Nachfrage nach Stromlösungen reichte den Anlegern als weiteres Kaufargument.

Bereits nach den Quartalszahlen Anfang Februar hatten mehrere Analysehäuser ihre Kursziele nach oben korrigiert. Morgan Stanley hob das Ziel auf 184 US-Dollar an, während BTIG 165 US-Dollar ausrief. Der Konsens hinkt der rasanten Kursentwicklung jedoch teilweise hinterher: Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit noch unter dem aktuellen Handelswert.

Fundamentale Treiber: KI und Rechenzentren

Fundamental untermauert wird der Optimismus durch die operativen Ergebnisse. Bloom Energy überraschte im vierten Quartal 2025 positiv: Der Gewinn je Aktie lag mit 0,45 US-Dollar deutlich über den erwarteten 0,25 US-Dollar. Auch der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um fast 36 Prozent auf 777,68 Millionen US-Dollar.

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Das Unternehmen profitiert massiv vom Energiehunger neuer KI-Rechenzentren. Da das öffentliche Stromnetz oft an Kapazitätsgrenzen stößt, setzen Betreiber ("Hyperscaler") verstärkt auf unabhängige Stromversorgung vor Ort ("Bring-your-own-power"). Ein Bericht von Bloom Energy prognostiziert, dass bis 2030 rund ein Drittel aller Rechenzentren zu 100 Prozent mit Onsite-Strom betrieben werden könnten.

Partnerschaften und institutionelles Interesse

Ein wesentlicher Katalysator für diese Entwicklung ist die strategische Partnerschaft mit Brookfield im Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Dieser Deal positioniert Bloom als bevorzugten Lieferanten für Brookfields globale Rechenzentrumsinfrastruktur. Das lockt auch das große Geld an: Die Zahl der Hedgefonds, die in Bloom investiert sind, stieg im letzten Quartal um gut 37 Prozent auf 88 Portfolios. Allerdings nutzten Insider die hohen Kurse zuletzt auch für Gewinnmitnahmen, wie Verkäufe von Shawn Marie Soderberg im Februar zeigten.

Trotz der strukturellen Rückenwinde durch den KI-Sektor wächst die Diskrepanz zwischen Kurs und Analystenzielen. Ob das Unternehmen die aggressiven Wachstumserwartungen dauerhaft erfüllen kann, wird sich spätestens beim nächsten Quartalsbericht zeigen, der für den 30. April 2026 erwartet wird.

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