BioNTech zieht im Patentkonflikt mit Moderna erneut vor Gericht. Diesmal geht es um Modernas nächste COVID-19-Impfstoffgeneration – und um die Frage, wie viel ein bestimmter mRNA-Ansatz im boomenden Atemwegsmarkt wirklich wert ist.

Neue Klage gegen Moderna – worum es geht

BioNTech hat am 19. Februar 2026 in einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eine neue Patentverletzungsklage eingereicht. Der Vorwurf: Modernas COVID-19-Impfstoff mNEXSPIKE nutze geschützte mRNA-Technologie von BioNTech ohne Genehmigung.

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Konkret dreht sich der Streit um das US-Patent Nr. 12,133,899, das BioNTech im November 2024 erteilt wurde. Laut Klageschrift schützt es ein „verschlanktes“ Impfstoffdesign: Statt das komplette Spike-Protein abzubilden, zielt der Ansatz auf bestimmte Strukturelemente und die Rezeptorbindungsdomäne. BioNTech argumentiert, diese Konstruktion könne eine starke Immunantwort bei geringerer Dosierung ermöglichen und zugleich die Stabilität bei Transport und Lagerung verbessern.

Geld und Marktanteile als Treiber

Der Rechtsstreit ist auch deshalb brisant, weil BioNTech die kommerzielle Bedeutung von mNEXSPIKE klar beziffert. In der Klage heißt es, das Produkt dürfte in der Atemwegsvirus-Saison 2025–2026 rund 55% von Modernas COVID-19-Impfstoffumsatz ausmachen. BioNTech fordert Schadenersatz und spricht von einer bewussten Verletzung geistigen Eigentums.

Damit fügt sich die Klage in eine bereits dichte Prozesslandschaft rund um Pandemie-Impfstoffe ein. Moderna und BioNTech (sowie Pfizer) sind seit 2022 in weitere Patentverfahren zu den ursprünglichen Comirnaty- und Spikevax-Formulierungen verwickelt. Die Richtung ist klar: Wer die Plattformrechte kontrolliert, sichert sich potenzielle Lizenz- und Royalty-Ströme.

Parallel läuft der Umbau Richtung Onkologie

Während BioNTech bei Infektionskrankheiten juristisch verteidigt, baut das Unternehmen operativ an einem zweiten Standbein. Das Management hat zuletzt die langfristigen Prioritäten betont: mehr Tempo bei späten Onkologieprogrammen und Kombinationstherapien. Bis Ende 2026 will BioNTech 15 Phase-3-Studien über mehrere Krebsindikationen hinweg laufen haben, darunter Lungen-, Brust-, gastrointestinale, urogenitale und gynäkologische Tumoren.

Noch in diesem Jahr erwartet BioNTech sieben späte Datenauswertungen aus der Pipeline. Ein aktueller Meilenstein: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Kandidaten BNT113 für HPV16+ Kopf-Hals-Krebs einen Fast-Track-Status erteilt.

Finanzpolster als Sicherheitsnetz

Den Strategiewechsel stützt BioNTech mit einer großen Kriegskasse: Zum Jahresende 2025 meldete das Unternehmen 17,2 Mrd. Euro an Barmitteln und Investments. Das ist entscheidend, weil das Management für 2026 keine Onkologie-Umsätze erwartet – die Pipeline kostet also erst einmal, bevor sie tragen kann.

Auch organisatorisch stellt sich BioNTech auf die Skalierung ein und hat zuletzt neue Führung für Personal sowie Organisationsentwicklung benannt.

An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei 93,40 Euro. Nach dem Rückgang der vergangenen Monate unterstreicht die Meldung vor allem eines: BioNTech versucht, parallel juristische Werte aus der mRNA-Vergangenheit abzusichern und die teure Onkologie-Zukunft finanziell durchzuhalten.

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