Der Biotech-Konzern Biogen erzielt einen wichtigen regulatorischen Fortschritt für sein Alzheimer-Medikament in einem der größten Märkte der Welt. Die chinesische Gesundheitsbehörde hat den Zulassungsantrag für eine neue, einfacher zu verabreichende Form von Lecanemab angenommen. Diese Entwicklung befeuert die internationale Vermarktungsstrategie und sorgt für steigende Erwartungen bei Analysten.

Ein Meilenstein für die Alzheimer-Therapie

Die Annahme des Antrags durch die chinesische Behörde NMPA ist ein strategischer Erfolg. Im Fokus steht eine subkutane Formulierung von Lecanemab, die als Autoinjektor für die Anwendung zu Hause konzipiert ist. Die Injektion dauert lediglich 15 Sekunden – ein entscheidender Vorteil gegenüber der bisherigen intravenösen Verabreichung in Kliniken, die das Gesundheitssystem stark belastet.

Für Biogen öffnet sich damit der Zugang zu einem riesigen potenziellen Patientenpool. Schätzungen zufolge leben in China etwa 17 Millionen Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz aufgrund von Alzheimer. Sollte die Zulassung erteilt werden, wäre es die erste Anti-Amyloid-Heimtherapie in der Region.

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Analysten passen ihre Erwartungen an

Die positive Nachricht aus China schlägt sich unmittelbar in den Bewertungen der Finanzwelt nieder. Mehrere große Investmentbanken haben innerhalb der letzten 48 Stunden ihre Kursziele für die Biogen-Aktie deutlich nach oben korrigiert und signalisieren damit gestiegene Erwartungen an die Pipeline und das Ertragspotenzial des Unternehmens.

  • Goldman Sachs erhöhte das Kursziel von 197 auf 225 US-Dollar und bekräftigte die "Buy"-Einstufung.
  • Mizuho hob die Prognose von 177 auf 207 US-Dollar und behielt das "Outperform"-Rating bei.
  • RBC Capital Markets verweist auf eine Stabilisierung des Kerngeschäfts und bestätigt sein Kursziel von 210 US-Dollar mit "Outperform".

Die Aktie notiert aktuell bei rund 160,65 Euro und hat kürzlich ihr vorheriges 52-Wochen-Hoch übertroffen. Die technische Chartlage bleibt damit bullisch.

Blick auf die kommenden Termine

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf zwei bevorstehende Ereignisse. Zum einen wird die Konzernführung am 12. Januar 2026 auf der renommierten J.P. Morgan Healthcare Conference sprechen. Dort werden vor allem Details zur kommerziellen Vermarktung neuer Produkte und zum Rollout der subkutanen Formulierung in den USA und Europa erwartet.

Zum anderen steht die Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 6. Februar 2026 an. Analysten prognostizieren derzeit einen Gewinn pro Aktie von 14,89 US-Dollar für das Geschäftsjahr 2025. Die finanzielle Stabilität wird durch eine starke Free-Cashflow-Rendite und das laufende Sparprogramm "Fit-for-Growth" gestützt, das bis Ende 2025 Einsparungen in Milliardenhöhe bringen soll. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend konsolidieren und weiter ausbauen kann.

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