BayWa Aktie: Sanierungsplan wackelt
Die BayWa AG steht vor einer neuen Bewährungsprobe. Der Agrarkonzern warnte diese Woche vor möglichen Abweichungen im laufenden Sanierungsprozess – ausgerechnet bei der Erneuerbaren-Energien-Tochter BayWa r.e., deren Verkauf das Herzstück der Restrukturierung bildet.
Kernproblem: Marktschwäche belastet Verkaufspläne
Am 2. Februar 2026 teilte der Konzern per Ad-hoc-Mitteilung mit, dass sich bei der BayWa r.e. AG signifikante Abweichungen von der bisherigen Geschäftsplanung abzeichnen. Verantwortlich dafür sind veränderte Marktbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere in den Kernmärkten USA und Europa.
Die Konsequenz: Das bestehende Sanierungsgutachten muss womöglich nachgebessert werden. Der ursprüngliche Plan sah vor, die BayWa r.e. AG bis Ende 2028 zu veräußern und mit den Erlösen die Verbindlichkeiten des Mutterkonzerns signifikant zu senken. Diese Rechnung könnte nun nicht mehr aufgehen.
Die wichtigsten Fakten:
- Planabweichungen bei BayWa r.e. wegen Marktschwäche in USA und Europa
- Verkaufserlöse bis 2028 könnten niedriger ausfallen als kalkuliert
- Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären aufgenommen
- Keine direkten Auswirkungen auf aktuelle Liquidität bis 2028
Verzögerung bei Zahlenvorlage
Als unmittelbare Folge der Unsicherheiten wird sich die Finanzberichterstattung verzögern. Die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2025, ursprünglich bis spätestens 30. April 2026 geplant, steht auf der Kippe. Der Zeitpunkt hängt davon ab, in welchem Umfang die Geschäftsplanung der BayWa r.e. angepasst werden muss.
Der Vorstand betonte zwar, dass bis zum geplanten Verkauf 2028 keine Liquiditätsflüsse zwischen der AG und der Tochter r.e. vorgesehen seien. Die Refinanzierungsfähigkeit am Ende des Sanierungszeitraums steht dennoch zur Disposition – weshalb vorsorglich Gespräche mit den wesentlichen Finanzierungspartnern aufgenommen wurden.
Aufsichtsrat im Umbruch
Parallel zum operativen Druck verändert sich die Corporate Governance. Drei Mitglieder verlassen das Kontrollgremium: Michael Höllerer und Monika Hohlmeier legen ihre Mandate zum 31. März 2026 nieder, Monique Surges folgt zum 30. Mai 2026. Die Nachbesetzung soll auf der kommenden Hauptversammlung bestätigt werden.
Für Anleger bedeutet die jüngste Entwicklung, dass die langfristige Entschuldungsperspektive erneut zur Diskussion steht. Da der Verkauf der r.e.-Tochter als zentraler Hebel für den Schuldenabbau gilt, entscheidet sich in den kommenden Monaten, ob das Sanierungskonzept tragfähig bleibt oder grundlegend überarbeitet werden muss.
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