Der laufende Sanierungsplan fordert ein prominentes Opfer: Vorstandschef Dr. Frank Hiller muss seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen. Mitten in der existenzbedrohenden Krise setzt sich damit der harte Sparkurs gegen die bisherige Strategie durch – doch Anleger reagieren nervös auf das entstandene Machtvakuum an der Konzernspitze.

Sieg für den Sanierer

Offiziell begründet der Aufsichtsrat den Schritt mit "unterschiedlichen Auffassungen über die Strategie". Faktisch markiert der Abgang jedoch das Ende eines internen Ringens zwischen Hiller und dem Sanierungsvorstand Michael Baur. Während der scheidende CEO die langfristige Ausrichtung des Kerngeschäfts im Blick behalten wollte, drängte Baur auf radikale Maßnahmen zur Rettung der Bilanz. Mit dieser Personalentscheidung wird die operative Führung nun vollständig den Zwängen der Restrukturierung untergeordnet.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BayWa?

Führungstrio statt CEO

Eine direkte Nachfolge ist nicht vorgesehen. Die Aufgaben des scheidenden Chefs werden auf die drei verbleibenden Vorstände Michael Baur, Matthias J. Rapp und Marlen Wienert verteilt. Damit steuert der Agrar- und Energiekonzern ohne expliziten Vorsitzenden durch die kritischste Phase der jüngeren Firmengeschichte. Das Unternehmen betont zwar, der eingeschlagene Kurs werde unvermindert fortgesetzt, doch die fehlende zentrale Führungsfigur erhöht die Unsicherheit.

Die Fakten im Überblick:
* Sofortiger Abgang: CEO Dr. Frank Hiller verlässt den Vorstand.
* Interner Konflikt: Strategische Differenzen mit dem Sanierungsvorstand gaben den Ausschlag.
* Interims-Lösung: Die Aufgaben werden auf die verbleibenden Vorstände verteilt.
* Fokus: Der harte Restrukturierungskurs hat nun absolute Priorität.

Diese Zäsur setzt den verkleinerten Vorstand unter massiven Erfolgsdruck. Ohne einen ausgewiesenen CEO müssen Baur und seine Kollegen in den kommenden Wochen beweisen, dass der radikale Sparkurs allein ausreicht, um den Schuldenberg abzutragen und das Vertrauen der Kapitalgeber dauerhaft zu sichern.

BayWa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BayWa-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten BayWa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BayWa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BayWa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...