Gerade erst schien der angeschlagene Agrarkonzern durch den Cefetra-Verkauf etwas Luft zu bekommen, da folgt der nächste Rückschlag. BayWa muss erneut an den Verhandlungstisch mit Banken und Großaktionären. Ausgerechnet die einstige Hoffnungsträger-Sparte BayWa r.e. sorgt für unerwartete Probleme und gefährdet den bisherigen Sanierungsfahrplan.

Probleme bei der Ökostrom-Tochter

Verantwortlich für die neuerliche Unruhe sind signifikante Planabweichungen bei der Tochtergesellschaft BayWa r.e. AG. Das Umfeld für erneuerbare Energien in den USA und Europa hat sich ungünstig entwickelt, was die ursprüngliche Geschäftsplanung der Sparte Makulatur werden lässt. Zwar liegen dem Vorstand noch keine finalen Zahlen vor, doch die Konsequenzen zeichnen sich bereits ab: Die erhofften Erlöse aus dem geplanten Verkauf der Beteiligung könnten deutlich geringer ausfallen als kalkuliert. Dieser Verkauf war jedoch ein zentraler Baustein, um die Konzernschulden bis Ende 2028 abzubauen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BayWa?

Keine direkten Liquiditätsprobleme

Das Management betont, dass die aktuelle Schieflage der Tochter keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Liquidität oder das operative Geschäft der Muttergesellschaft BayWa AG hat. Finanzielle Mittelflüsse zwischen der Konzernmutter und der r.e.-Tochter sind bis zum geplanten Verkauf ohnehin nicht vorgesehen. Dennoch zwingt die Situation die Verantwortlichen zu "vorsorglichen Gesprächen" über Anpassungen am bestehenden Sanierungskonzept.

Die Neubewertung der Lage hat zudem administrative Folgen: Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses für 2025, ursprünglich für spätestens Ende April 2026 geplant, wird sich voraussichtlich verzögern. Die Unsicherheit über den wahren Wert der Energie-Sparte wiegt schwerer als der Zeitplan.

Fazit

Nach dem erfolgreichen Verkauf der Cefetra Group wirkt diese Nachricht wie eine kalte Dusche für die Restrukturierungsbemühungen. Der Erfolg der Sanierung hängt nun maßgeblich davon ab, wie kooperativ sich die Finanzierungspartner bei der Anpassung der Konzepte zeigen und wie stark die Bewertung der BayWa r.e. tatsächlich korrigiert werden muss. Anleger müssen sich auf eine Hängepartie einstellen, bis konkrete Zahlen das Ausmaß der Abweichungen beziffern.

BayWa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BayWa-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BayWa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BayWa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BayWa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...