Der Umbau von BayWa gerät unter zusätzlichen Druck. Politische und regulatorische Veränderungen im US-Markt für erneuerbare Energien treffen ausgerechnet die Tochter BayWa r.e., die das Herzstück des Sanierungskonzepts bildet. Gleichzeitig belasten interne Unruhe und formale Verstöße das Vertrauen in das Management.

  • Sanierung bis 2028 stark von BayWa r.e. abhängig
  • Verschlechterte Förderbedingungen für Wind- und Solarprojekte in den USA
  • Zurückgezogene Ergebnisprognose seit September 2025
  • CEO-Abgang Anfang Januar 2026
  • Ordnungsgeld wegen verspäteter Zahlen, BaFin rügt Fehler im Jahresabschluss 2023

US-Energiepolitik trifft Kern der Strategie

Die Neuausrichtung des Konzerns steht und fällt mit der Entwicklung der Sparte für erneuerbare Energien. BayWa r.e. soll über Projektverkäufe und Bewertungen einen wesentlichen Beitrag zur finanziellen Stabilisierung leisten.

In den USA, einem wichtigen Absatzmarkt, haben jüngste energiepolitische Änderungen die Rahmenbedingungen für Wind- und Solarprojekte verschlechtert. Geänderte Fördermechanismen und zusätzliche regulatorische Hürden setzen die erzielbaren Projektwerte und Verkaufserlöse unter Druck.

Das Gewicht dieser Belastung zeigte sich bereits im September 2025: BayWa zog die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr zurück, weil die neuen Bedingungen die Grundlage der bisherigen Annahmen entzogen.

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Interne Probleme und Aufsichtsdruck

Parallel zu den externen Belastungen kommt es im Unternehmen selbst zu Einschnitten. Anfang Januar 2026 schied CEO Dr. Frank Hiller mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus. Ein solcher Führungswechsel in der laufenden Restrukturierung erhöht die Unsicherheit über die weitere Umsetzung des Sanierungsplans.

Zusätzlichen Negativdruck verursachte ein Ordnungsgeld des Bundesamts für Justiz wegen verspäteter Übermittlung von Geschäftszahlen. Zwar ist der Betrag gering, doch der Vorgang reiht sich in eine Serie formaler Probleme ein: Die Finanzaufsicht BaFin hatte zuvor bereits Fehler im Jahresabschluss 2023 bemängelt. Zusammen signalisiert dies eine angespannten Gesamtsituation, auch auf der Governance-Seite.

Sanierungsplan unter Vorbehalt

Die aktuellen Entwicklungen fügen sich in ein bereits schwieriges Gesamtbild. Seit 2024 befindet sich BayWa in einer tiefgreifenden Krise, geprägt von hoher Verschuldung und Verlusten. Ein umfassendes Sanierungskonzept soll den Konzern bis Ende 2028 stabilisieren.

Der Erfolg dieses Plans hängt stark davon ab, dass BayWa r.e. die erwarteten Beiträge liefert. Genau diese Säule gerät nun durch die verschlechterten Rahmenbedingungen im US-Markt zusätzlich unter Druck. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, trotz der politischen und regulatorischen Gegenwinde in den USA genügend Wert aus den Wind- und Solarprojekten zu heben und damit die finanzielle Basis des Konzerns wie geplant zu stärken.

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