BayWa Aktie: Goldman Sachs im Einsatz
Der Sanierungsplan von BayWa hängt an einem straffen Zeitplan — und an mehreren Bedingungen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen. Mit der Beauftragung von Goldman Sachs für den Verkauf der neuseeländischen T&G Global tritt der Agrarhandelskonzern nun in eine entscheidende Phase ein.
T&G Global ist an der neuseeländischen Börse notiert und kommt auf einen Marktwert von rund 295 Millionen neuseeländischen Dollar. BayWa hält 74 Prozent der Anteile. Als Interessenten gelten auf Landwirtschaft spezialisierte Private-Equity-Gesellschaften wie Roc Partners, Paine Schwartz und Hancock. Der erwartete Erlös aus dem Verkauf liegt bei rund 300 Millionen Euro — ein konkreter Beitrag, aber kein Durchbruch.
Vier Milliarden Euro Ziel, 1,3 Milliarden erreicht
Das strukturelle Problem bleibt: Vom Gesamtsanierungsziel in Höhe von vier Milliarden Euro bis 2028 hat BayWa bislang erst 1,3 Milliarden Euro gesichert. Der ursprüngliche Plan sah vor, eine 51-Prozent-Beteiligung an der Energiesparte BayWa r.e. für bis zu 1,7 Milliarden Euro zu verkaufen. Nachdem die USA Anfang 2025 Fördermittel für erneuerbare Energien strichen, brachen die erzielbaren Preise ein — und mit ihnen die Rechengrundlage des Sanierungsplans.
Gleichzeitig dienen die soeben vorgelegten Q4-Zahlen für 2025 als Verhandlungsgrundlage für eine Verlängerung der Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigerbanken bis Herbst 2026. Stimmen die Banken zu, gewinnt das Management den nötigen Spielraum für das überarbeitete Sanierungskonzept. Die Zahlen offenbaren erstmals das volle Ausmaß der Abschreibungen auf die Energiesparte.
Prognose gestrichen, Abschluss verzögert
Operativ greifen harte Einschnitte: Bis 2027 fallen 1.300 Stellen weg, 26 Niederlassungen schließen dauerhaft. Die Jahresprognose für 2026 wurde komplett gestrichen, das bereinigte EBITDA-Ziel für 2027 auf rund 140 Millionen Euro gesenkt. Der testierte Konzernabschluss für 2025 wird sich voraussichtlich bis ins vierte Quartal 2026 verzögern.
Strukturell zieht auch der Aufsichtsrat die Zügel an: Die Genehmigungsschwelle für Geschäfte sinkt von 200 auf 50 Millionen Euro, drei freie Sitze sollen zeitnah neu besetzt werden. Die Aktie notiert derzeit knapp zwölf Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 26 Prozent verloren. Bis der geprüfte Jahresabschluss vorliegt und die Stillhaltevereinbarung neu geregelt ist, bleibt die Lage für Aktionäre strukturell belastet.
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