Drei Themen bündeln sich für Airbus in dieser Woche: die Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam, eine erhöhte Dividende — und ein schwelender Rechtsstreit mit Pratt & Whitney, der die Lieferziele für 2026 bereits jetzt belastet. Die Aktie eröffnete heute als größter Verlierer im CAC 40 mit einem Minus von rund 1,6 Prozent.

Neue Gesichter im Aufsichtsrat

Auf der Hauptversammlung stehen zwei Boardwechsel zur Abstimmung. Henriette Hallberg Thygesen, seit 2024 CEO des dänischen Rüstungs- und Luftfahrtunternehmens Terma A/S und zuvor in leitenden Positionen bei A.P. Møller – Maersk tätig, soll für drei Jahre in den Aufsichtsrat einziehen. Für ein Jahr soll Oliver Zipse nachrücken — aktuell noch Vorstandsvorsitzender der BMW AG, dessen Mandat dort im Mai 2026 ausläuft.

Ebenfalls auf der Tagesordnung: eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, zahlbar am 23. April. Im Vorjahr hatte Airbus eine Basisdividende von 2,00 Euro plus eine Sonderdividende von 1,00 Euro ausgeschüttet.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Airbus?

Pratt & Whitney als Dauerthema

Hinter der Kursschwäche steckt mehr als die HV-Agenda. Airbus prüft Schadensersatzforderungen gegen den US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney, dessen Geared-Turbofan-Triebwerke mindestens 40 Prozent der meistverkauften A320neo-Familie antreiben. Hunderte Schmalrumpfflugzeuge stehen wegen langer Wartezeiten bei Inspektionen und Reparaturen am Boden — ausgelöst durch ein Fertigungsproblem bei Pratt & Whitney.

Airbus wirft dem Hersteller vor, mehr Triebwerkslieferungen zugesagt zu haben als tatsächlich möglich, während verfügbare Triebwerke bevorzugt in Reparaturwerkstätten flossen — dort, wo die Margen höher sind. Der mögliche Schadensersatz dürfte sich laut Branchenbeobachtern in den Hunderten Millionen Dollar bewegen, gemessen an den Entschädigungen, die Airbus bereits an betroffene Kunden zahlen musste.

CEO Guillaume Faury hatte bei der Vorlage der Jahreszahlen klargemacht, dass die anhaltenden Triebwerksengpässe das Lieferziel für 2026 auf 870 Flugzeuge gedrückt haben — deutlich unter den von manchen Analysten erwarteten 900 oder mehr. Airbus hat seine Lieferziele in jedem der letzten drei Jahre verfehlt.

Diversifizierung jenseits des Kerngeschäfts

Abseits der Lieferprobleme demonstrierte Airbus Ende März auf der Aerial Firefighting Conference in Rom eine neue Technologie zur Waldbrandbekämpfung: präzise Wasserabwürfe mit deutlich verkürzter Zeit zwischen Branderkennung und Löscheinsatz. Der Schritt steht exemplarisch für Airbus' Bemühungen, Einnahmequellen außerhalb der kommerziellen Luftfahrt zu erschließen — solange der Produktionshochlauf im Kerngeschäft durch Lieferkettenprobleme gebremst bleibt.

Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:

Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...