Der Krisenkonzern BayWa wirft seinen Vorstandsvorsitzenden Frank Hiller bereits wieder raus – und das nach nicht einmal einem Jahr im Amt. Der Manager, der erst am 1. März 2025 angetreten war, muss mit sofortiger Wirkung seinen Posten räumen. Offiziell endet sein Dienstverhältnis zum 31. Juli 2026. Der Grund? "Unterschiedliche Auffassungen über die mittel- bis langfristige Strategie" – eine Formulierung, die bei Insidern die Alarmglocken schrillen lässt.

Sanierungsplan gerät ins Wanken?

Die BayWa steckt in einem der größten Sanierungsfälle Deutschlands. Ein Schuldenberg von 5,4 Milliarden Euro drückt auf das Unternehmen, das im Sommer 2024 in die Schieflage geriet. Der Plan ist drastisch: Vier Milliarden Euro Kredite sollen abgebaut werden, rund zwei Drittel der Geschäfte verkauft. Die Belegschaft wird von über 23.000 auf nur noch etwa 8.000 Mitarbeiter schrumpfen.

Hiller sollte gemeinsam mit Sanierungsvorstand Michael Baur, den man von der Beratung Alix Partners holte, den Konzern neu aufstellen. Die Aufgabenteilung klang klar: Baur führt Regie bei der Sanierung, Hiller treibt die Neuausrichtung voran. Doch diese Arbeitsteilung funktionierte offenbar nicht.

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Zweiter Chef in Folge gescheitert

Dass es intern krachte, war bereits bekannt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte vor wenigen Tagen über Hillers wackelnden Stuhl berichtet. Der Aufsichtsrat tagte mehrfach in den vergangenen Tagen. Nun der Paukenschlag am Abend des 9. Januar 2026.

Pikant: Auch Hillers Vorgänger Marcus Pöllinger musste vorzeitig gehen. Zwei gescheiterte Chefs in kurzer Folge – das nährt Zweifel an der Führungsstruktur des Konzerns. Einen Nachfolger für Hiller gibt es nicht. Die Aufgaben werden unter den verbliebenen drei Vorständen aufgeteilt.

Was bedeutet das für Anleger?

Aufsichtsratschef Gregor Scheller beschwichtigt: "Die eingeleitete Restrukturierung unseres Unternehmens verläuft nach Plan und wird weiter aktiv vorangetrieben." Die Sanierung bis Ende 2028 solle unverändert fortgesetzt werden.

Doch kann man diesen Worten trauen, wenn der Chef nach neun Monaten wegen strategischer Differenzen gehen muss? Die Aktie zeigte sich im nachbörslichen Handel am Freitag wenig bewegt – ein Zeichen dafür, dass Investoren entweder abgestumpft sind oder die Bedeutung unterschätzen. Bei einem Konzern, der von 23.000 auf 8.000 Mitarbeiter schrumpft und zwei Drittel seiner Geschäfte verkaufen muss, sollte Stabilität an der Spitze eigentlich Priorität haben.

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