Der Aufsichtsrat der BayWa hat am Wochenende einen radikalen Schnitt vollzogen: CEO Frank Hiller wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Offiziell nennt der Konzern "unterschiedliche Auffassungen über die Strategie" als Grund. Tatsächlich bedeutet die Entscheidung: Der harte Sanierungskurs hat sich gegen langfristige Wachstumspläne durchgesetzt. Michael Baur, bereits als Chief Restructuring Officer für den Sparkurs verantwortlich, rückt nun ins Machtzentrum.

Die BayWa Stammaktie notiert aktuell bei 17,15 Euro und verlor zuletzt 0,44 Prozent. Während die günstigere Namensaktie oft von Privatanlegern gehandelt wird, halten bei der Stammaktie überwiegend langfristig orientierte Investoren die Anteile. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von über 27 Euro zeigt den massiven Vertrauensverlust der vergangenen Monate. Immerhin: Auf Monatssicht legte das Papier rund 8 Prozent zu.

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Sanierer übernehmen das Kommando

Der Abgang Hillers beendet einen monatelangen internen Machtkampf. Die Entscheidung fiel eindeutig zugunsten der kurzfristigen Sanierung aus. Für das operative Geschäft bedeutet dies konkret:

  • Beschleunigter Schuldenabbau: Verkäufe von Unternehmensteilen dürften forciert werden
  • Fokus auf Cashflow: Investitionen in neue Geschäftsfelder werden weiter zurückgefahren
  • Gläubigereinfluss: Banken und Gläubiger gewinnen indirekt mehr Einfluss auf die Führung

Die CEO-Position wird nicht nachbesetzt. Stattdessen verteilt sich die Führung auf das dreiköpfige Rumpfgremium – mit Baur als prägendem Gesicht.

Rotstift statt Wachstumsfantasie

Für Anleger verschärft sich das Risikoprofil weiter. Die Hoffnung auf eine strategische Neuausrichtung ist vom Tisch. Erfolg oder Misserfolg der Aktie hängen nun allein an der schnellen Umsetzung des Restrukturierungsplans bis 2028. Der Sparkurs duldet keine Kompromisse mehr – Gläubiger und Aufsichtsrat haben die Richtung vorgegeben. Die Stammaktie bleibt damit ein hochspekulatives Investment, dessen Zukunft von der konsequenten Exekution des Sanierungskurses abhängt.

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