Bei Bayer ist es derzeit auffällig ruhig – und das hat einen simplen Grund: Der Konzern steckt in der „Quiet Period“ vor den vorläufigen Jahreszahlen. In dieser Phase sind Aussagen zum Geschäft stark eingeschränkt. Für Anleger zählt deshalb weniger das Tagesrauschen, sondern vor allem: Welche Termine liefern als Nächstes harte Fakten?

Heute notiert die Aktie bei 44,84 Euro und damit nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 46,73 Euro. Gleichzeitig deutet der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 19,6 darauf hin, dass der Titel zuletzt technisch stark abgekühlt ist.

Die nächsten Trigger: Zahlen und Ausblick

Der wichtigste kurzfristige Fixpunkt ist Mittwoch, der 25. Februar 2026. Dann veröffentlicht Bayer den Geschäftsbericht 2025 sowie die Zahlen zum vierten Quartal. Im Mittelpunkt steht weniger das, was hinter dem Unternehmen liegt, sondern der Ausblick auf 2026.

Bayer hatte 2025 als Übergangsjahr in der Transformation bezeichnet. Entsprechend richtet sich die Erwartung darauf, ob sich in den Sparten Crop Science und Pharmaceuticals eine operative Trendwende tatsächlich abzeichnet. Genau hier dürfte der Bericht Ende Februar die Richtung vorgeben.

Glyphosat bleibt der große Unsicherheitsfaktor

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Über den operativen Themen hängt weiterhin die Glyphosat-Aufarbeitung in den USA. Ein zentraler Punkt ist der erwartete Zeitplan des US Supreme Court: Beobachter rechnen damit, dass es bis zum Sommer 2026 eine Entscheidung geben könnte, ob bundesstaatliche Kennzeichnungspflichten (EPA) Vorrang vor einzelstaatlichen Schadenersatzklagen haben (Stichwort „Preemption“-Argument).

Warum ist das so wichtig? Eine Klärung dieser Rechtsfrage gilt als Schlüsselelement der Bayer-Strategie, die rechtlichen Risiken bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Entsprechend könnte nicht nur der Zahlenbericht, sondern auch diese juristische Weichenstellung ein maßgeblicher Treiber für die längerfristige Bewertung werden.

Die Fakten im Überblick

  • 25. Februar 2026: Geschäftsbericht 2025 & Ausblick 2026
  • 24. April 2026: Ordentliche Hauptversammlung
  • 12. Mai 2026: Quartalsmitteilung Q1 2026
  • Kurs (heute): 44,84 € | Tagesveränderung: -0,27%
  • 52-Wochen-Hoch: 46,73 € (27.01.2026) | Abstand: -4,07%

Im laufenden Jahr verschiebt sich der Fokus damit klar auf den Termin am 25. Februar (Zahlen und vor allem der Ausblick) sowie auf den erwarteten Zeitkorridor bis Sommer 2026 beim Supreme Court – zwei Ereignisse, die Bayers Kursnarrativ 2026 am deutlichsten prägen dürften.

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