Jeffrey Ubben schickt widersprüchliche Signale. Innerhalb von zwei Tagen trennte sich sein Investmentfonds Inclusive Capital von 8,5 Millionen Bayer-Aktien — und sein persönlicher Trust kaufte prompt nach. Dahinter steckt mehr als eine gewöhnliche Portfolioanpassung.

Fondsauflösung trifft auf persönliches Bekenntnis

Am 24. März veräußerte Inclusive Capital Partners das Paket zu 37,45 Euro je Aktie und erlöste damit rund 318 Millionen Euro. Als Begründung nannte der Fonds seine laufende Abwicklung. Einen Tag später griff der „Jeffrey and Laura Ubben 2000 Trust" für etwa 6,73 Millionen Euro zu einem Durchschnittspreis von 38,46 Euro zu.

Der Nettosaldo ist klar negativ: Verkauft wurde ein Vielfaches dessen, was persönlich erworben wurde. Ob der private Zukauf als Vertrauenssignal des Aufsichtsratsmitglieds zu werten ist oder schlicht eine opportunistische Umschichtung darstellt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

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Pharma-Pipeline liefert konkrete Fortschritte

Unabhängig vom Insider-Rauschen gab es aus Japan handfeste Neuigkeiten. Das Augenmittel Eylea 8 mg erhielt dort am 23. März die Zulassung für eine dritte Netzhautindikation — Makulaödeme bei retinalen Venenverschlüssen. Gleichzeitig genehmigte das japanische Gesundheitsministerium das MRT-Kontrastmittel Gadoquatrane als weltweit erste Behörde überhaupt. Das Mittel kommt mit 60 Prozent weniger Gadolinium aus als vergleichbare Präparate auf dem japanischen Markt.

Beide Zulassungen sind für Bayer strategisch relevant: Der Konzern muss künftige Umsatzverluste durch auslaufende Patente kompensieren. Neue Indikationen und Erstmarktzulassungen sind dabei ein wichtiger Baustein.

Glyphosat-Entscheidung rückt näher

Die Aktie notiert aktuell rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro und liegt mit einem RSI von knapp 36 in überverkauftem Terrain. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 42,31 Euro verdeutlicht den jüngsten Abgabedruck.

Den nächsten entscheidenden Impuls könnte der 27. April liefern. Dann verhandelt der US Supreme Court den „Durnell"-Fall — ein Glyphosat-Verfahren, in dem Bayer auf ein Urteil zum Vorrang des Bundesrechts bei Produktkennzeichnungen hofft. Ein positiver Ausgang würde die zukünftige Klagelast des Konzerns erheblich verringern. CEO Bill Anderson hat das Ziel ausgegeben, die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Die Frist für Kläger, sich aus dem angestrebten Milliarden-Vergleich abzumelden, läuft am 4. Juni 2026 ab — ein weiterer Termin, der die Rechtssituation klarer machen dürfte.

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