Bayer Aktie: Großverkauf bremst Erholung
Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer meldet gleich zwei vielversprechende Zulassungserfolge aus Japan. Allerdings wird die positive operative Nachricht am Markt von einem umfangreichen Aktienverkauf überschattet. Der Rückzug eines prominenten Investors durchkreuzt die jüngsten Erholungsversuche des Papiers.
Pharma-Erfolge in Asien
Das japanische Gesundheitsministerium erteilte dem Unternehmen grünes Licht für zwei wichtige Präparate. Zum einen erhielt das Augenmedikament Eylea in der 8-Milligramm-Dosierung eine weitere Freigabe zur Behandlung von Makulaödemen. Studien zeigen, dass Patienten hierbei deutlich weniger Injektionen benötigen als bei der Standarddosis. Bayer kalkuliert, dass diese höher dosierte Variante bis 2026 rund 70 Prozent des Eylea-Portfolios ausmachen könnte.
Zum anderen feiert das MRT-Kontrastmittel Ambelvist in Japan seine weltweite Erstzulassung. Das Produkt kommt bei gleichbleibender Bildqualität mit 60 Prozent weniger Gadolinium aus. Der Konzern treibt nun parallel die Zulassungsprozesse in den USA, China und der EU voran.
Investor zieht die Reißleine
Diese operativen Fortschritte traten an der Börse jedoch schnell in den Hintergrund. Auslöser für die Kursschwäche war der Ausstieg der Investmentfirma Inclusive Capital Partners. Der Investor platzierte über JPMorgan rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien zu einem Preis von 37,45 Euro. Das Gesamtvolumen von etwa 318 Millionen Euro drückte spürbar auf die Notierung. Die Beteiligung wurde dabei rund 25 Prozent unter dem Einstiegskurs abgestoßen, zu dem die Firma von Jeff Ubben im Januar 2023 erstmals eingestiegen war.
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Der Verkaufsdruck spiegelt sich direkt im Chartbild wider. Nachdem die Aktie erst wenige Tage zuvor kurzzeitig über die wichtige 100-Tage-Linie geklettert war, rutschte sie rasch wieder ab. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 38,16 Euro bewegt sich der Titel nun wieder unterhalb dieses mittelfristigen Trendindikators, der aktuell bei 38,80 Euro verläuft.
Dichter Terminkalender im Frühjahr
Für fundamentale Impulse rückt nun eine Reihe wichtiger Termine in den Fokus der Marktteilnehmer:
- 24. April 2026: Hauptversammlung
- 27. April 2026: Beginn der Supreme-Court-Verhandlungen im Glyphosat-Fall
- 12. Mai 2026: Vorlage der Quartalszahlen
- Zweite Junihälfte 2026: Erwartetes Urteil des Supreme Courts
Neben den anstehenden juristischen Weichenstellungen wird bei den Quartalszahlen im Mai besonders die Prognose für den freien Cashflow relevant sein. Dieser wird im laufenden Jahr durch erwartete Rechtsausgaben von rund fünf Milliarden Euro stark in den negativen Bereich gedrückt.
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