Der Rückzug von Aktivist Jeff Ubben hat Bayer zuletzt belastet — nun liefert die UBS ein Gegengewicht. Die Schweizer Großbank bekräftigte gestern ihr „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 52 Euro, was gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 38 Euro ein Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent bedeutet.

Analyst Geoff Haire verweist dabei auf die Fortschritte in der Pharma-Pipeline sowie eine Bewertung, die trotz bekannter Belastungsfaktoren als attraktiv gilt. Das Augenmerk liegt auf der operativen Entwicklung 2026, in der Bayer eine weitgehend stabile Geschäftsentwicklung anstrebt.

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Markt verdaut den Ubben-Ausstieg

Der Kontext ist wichtig: Am 24. März platzierte Inclusive Capital Partners über JPMorgan rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien zu je 37,45 Euro — und beendete damit sein Engagement bei dem Leverkusener Konzern. Ubben hatte seit Anfang 2023 auf einen strategischen Umbau und eine mögliche Aufspaltung gedrängt. Mit seinem Abgang verblasst die Spekulation auf eine kurzfristige Zerschlagung, und der Fokus verschiebt sich zurück auf das operative Geschäft in den Bereichen Crop Science und Pharmaceuticals.

Technisches Bild bleibt angespannt

Fundamental und charttechnisch erzählen die Daten derzeit unterschiedliche Geschichten. Die Aktie notiert zwar deutlich über ihrem 52-Wochen-Tief vom April 2025, liegt aber rund 22 Prozent unter dem im Februar 2026 erreichten Jahreshoch von 49,17 Euro. Mit einem RSI von knapp 36 nähert sich das Papier überverkauftem Territorium — quantitative Modelle bewerten es dennoch mit einem „D-Rating", was vor allem auf die hohe Volatilität und die langfristig schwache relative Performance zurückgeht.

Hauptversammlung im April rückt näher

Seit gestern verschickt Bayer die Unterlagen für die ordentliche Hauptversammlung am 24. April 2026. Auf der Agenda stehen neben der Vorstandsentlastung die Strategie im US-Rechtsstreit sowie die Dividendenpolitik. Die angekündigte Ausschüttung für 2025 beträgt 0,11 Euro je Aktie — ein Niveau, das Analysten auch für 2026 erwarten. Entscheidender dürfte jedoch die Frage nach dem freien Cashflow werden: Aufgrund der laufenden Glyphosat-Vergleichszahlungen wird dieser für 2026 negativ prognostiziert, was die Handlungsspielräume des Managements unter Bill Anderson eng hält.

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