Bayer Aktie: Ubben zieht Bilanz
Jeff Ubben hat sich von Bayer verabschiedet — und das mit einem spürbaren Verlust. Seine Investmentfirma Inclusive Capital Partners verkaufte rund 8,5 Millionen Aktien zu je 37,45 Euro, rund 25 Prozent unter dem Niveau, zu dem sie ihre Position Anfang 2023 erstmals offengelegt hatte. Das Paket im Gesamtwert von etwa 318 Millionen Euro wurde über JPMorgan Chase platziert.
Aktivist mit Aufsichtsratssitz gibt auf
Ubben war keine gewöhnliche Investorenposition. Seine Firma hatte als aktivistische Kraft einen Führungswechsel bei Bayer mitangestoßen und eine mögliche Konzernaufspaltung gefordert. 2024 zog Ubben selbst in den Aufsichtsrat ein — mit einem Mandat bis 2028. Ob er dieses Mandat nun niederlegt, ließ die Meldung offen.
CEO Bill Anderson, seit Juni 2023 im Amt, hat die Konzernstruktur zwar umgebaut, eine strategische Überprüfung mit Blick auf eine Aufspaltung jedoch nicht weiterverfolgt. Ubbens ursprüngliche Kernforderung blieb damit unerfüllt.
Der Hintergrund für den Ausstieg dürfte auch im enttäuschenden Ausblick liegen: Anfang März hatte Bayer ein bereinigtes EBITDA-Ziel von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro für 2026 kommuniziert — unterhalb der Markterwartungen, belastet durch Rechtsstreitigkeiten und hohe Schulden.
Operative Lichtblicke aus Japan
Inmitten des Drucks lieferte Bayer zuletzt positive Signale aus Japan. Das japanische Gesundheitsministerium erteilte zwei Zulassungen: Eylea 8 mg erhielt die Freigabe für eine dritte Netzhautindikation, das MRT-Kontrastmittel Ambelvist (Gadoquatrane) wurde weltweit erstmals zugelassen. Es enthält nach Unternehmensangaben 60 Prozent weniger Gadolinium als verfügbare Alternativen bei gleichbleibender Bildqualität. Zulassungsverfahren in den USA, China und der EU laufen bereits.
Zwei Termine prägen das zweite Quartal
Für Aktionäre stehen zwei Ereignisse im Fokus. Am 24. April findet die Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie zur Abstimmung steht. Einen Tag zuvor — am 27. April — beginnen die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court zu Bayers Berufung im Roundup-Komplex. Das Gericht soll klären, ob Klagen wegen fehlender Warnhinweise durch Bundesrecht ausgehebelt werden können. Eine Entscheidung wird für die zweite Junihälfte erwartet. Dieses Urteil könnte die Bewertung der milliardenschweren Rechtsrisiken grundlegend verändern.
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