Ein Gerinnungshemmer als Rettungsanker? Bayer setzt auf Asundexian – und die Börse reagiert euphorisch. Nach vielversprechenden Phase-3-Daten stürmt die Aktie an eine kritische Hürde. Doch während Analysten ihre Kursziele kräftig anheben, steht ein hartnäckiger Widerstand im Weg. Kann der Leverkusener Konzern die Pipeline-Krise wirklich überwinden?

Asundexian: Der Hoffnungsträger liefert ab

Die jüngsten Studienergebnisse zum Schlaganfall-Medikament Asundexian elektrisieren den Markt. Die Phase-3-Daten bestätigen das enorme Potenzial des Gerinnungshemmers – für Bayer weit mehr als eine positive Nachricht. Es ist ein existenzielles Signal.

Das Timing könnte kaum besser sein. Während bei Blockbuster Xarelto der Patentschutz ausläuft, braucht der Konzern dringend neue Umsatzbringer. Asundexian könnte genau diese Lücke füllen. Marktbeobachter sprechen bereits von "Blockbuster-Potenzial" – ein Begriff, der in der Pharmabranche Milliardenumsätze bedeutet.

Die Börse honoriert diese Perspektive. Nach Bekanntwerden der Daten kletterte die Aktie in Schlagdistanz zum Jahreshoch. Ein Plus von über 58 Prozent seit Jahresbeginn spricht für sich.

Analysten drehen ins Positive

Die Finanzexperten ziehen nach. Gleich mehrere renommierte Häuser haben ihre Einschätzungen kräftig angehoben:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

  • Goldman Sachs bekräftigt "Buy" mit einem Kursziel von 38,50 Euro – fast 26 Prozent Luft nach oben
  • DZ Bank hebt auf 36 Euro an und empfiehlt klar "Kaufen"
  • Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 28,49 Euro, die neuesten Updates jedoch deutlich darüber

Die Begründung ist durchweg ähnlich: Die Asundexian-Daten verschieben das Chance-Risiko-Profil fundamental. Was lange als Sanierungsfall galt, könnte zur Wachstumsstory werden.

Interessant: Während noch im Juli die UBS mit "Neutral" und einem Kursziel von 24 Euro vorsichtig agierte, hat sich der Konsens seither spürbar gedreht. Die Pipeline-Fantasie überstrahlt plötzlich alte Sorgen.

Die 31-Euro-Mauer: Charttechnik bremst

Doch bei allem Optimismus – die Aktie kämpft mit einem hartnäckigen Problem. Der Widerstandsbereich um 31 Euro erweist sich als zäh. Trotz des fundamentalen Rückenwinds gelang der nachhaltige Ausbruch bislang nicht.

Der Schlusskurs am Freitag bei 30,58 Euro zeigt: Die Bullen stehen bereit, aber die letzte Hürde bleibt. Ein Sprung über diese Marke würde technisch den Weg freimachen und das positive Momentum bestätigen. Scheitert der Versuch erneut, drohen Gewinnmitnahmen.

Die hohe Volatilität von 42 Prozent unterstreicht die Nervosität. Der RSI von knapp 20 signalisiert zudem eine überverkaufte Situation – ein mögliches Sprungbrett für die nächste Attacke nach oben.

Aufräumarbeiten in der Agrarsparte

Nebenbei sortiert Bayer auch operative Baustellen. Die indische Tochter konnte eine Steuerstrafe um 58 Prozent auf umgerechnet rund 310.000 Euro drücken. Solche Details bewegen den Kurs kaum, zeigen aber: Das Management arbeitet an allen Fronten.

Das Dauerthema Glyphosat bleibt als Risiko im Hintergrund präsent. Angesichts der aktuellen Pharma-Fantasie tritt es jedoch zurück. Die Frage lautet: Wird Asundexian stark genug, um die Alt-Lasten zu überstrahlen?

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