Ein prominenter Aktionär zieht sich aus Leverkusen zurück. Die Investmentgesellschaft Inclusive Capital hat ihr gesamtes Aktienpaket am DAX-Konzern mit einem spürbaren Verlust abgestoßen. Damit endet ein ehrgeiziges Kapitel, das ursprünglich auf eine radikale Aufspaltung von Bayer abzielte.

Der Ausstieg des von Jeff Ubben geführten Fonds erfolgte über JPMorgan Chase. Insgesamt wechselten rund 8,5 Millionen Anteilsscheine den Besitzer, was einem Anteil von 0,9 Prozent entspricht. Besonders bitter für den Investor: Der Verkaufspreis von 37,45 Euro je Aktie lag etwa 25 Prozent unter dem Niveau der ersten Offenlegung im Januar 2023. Der Gegenwert des Pakets belief sich auf rund 318 Millionen Euro.

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Gescheitertes Turnaround-Kalkül

Jeff Ubben galt in den vergangenen Jahren als treibende Kraft hinter dem Wechsel an der Konzernspitze. Er forderte vehement eine Aufspaltung des Unternehmens in separate Sparten. Der neue CEO Bill Anderson wählte jedoch einen anderen Weg. Er pausierte die Aufspaltungspläne und setzt stattdessen auf einen internen Bürokratieabbau unter dem Konzept „Dynamic Shared Ownership“. Da Ubben laut Medienberichten ohnehin seine auf soziales Investieren fokussierte Firma schließt und Kapital an Investoren zurückgibt, war der Rückzug absehbar.

Parallel zu dieser Entwicklung registrierten Marktbeobachter zuletzt einen starken Anstieg des Leerverkaufsinteresses um fast 179 Prozent. Experten relativieren diese Zahl allerdings zügig, da der absolute Anteil der Short-Positionen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau verharrt. Die Börse verdaute die Neuigkeiten am Montag ohnehin gut: Der Kurs legte um 2,37 Prozent auf 38,68 Euro zu.

Blick auf den Kalender

Nach der Bereinigung der Aktionärsstruktur richten sich die Blicke nun auf die nächsten operativen und juristischen Meilensteine. Am 24. April steht die Hauptversammlung an, bei der eine unveränderte Dividende von 0,11 Euro vorgeschlagen wird. Direkt im Anschluss beginnen am 27. April die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court in der Glyphosat-Causa. Ein endgültiges Urteil in dieser für die Bilanz entscheidenden Frage wird für die zweite Junihälfte erwartet.

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