Jeff Ubben zieht sich zurück — und das mit einem Verlust von rund 25 Prozent gegenüber seinem Einstiegspreis. Der Aktivist-Investor, der einst als möglicher Treiber einer strategischen Neuausrichtung bei Bayer galt, verkaufte zuletzt etwa 8,5 Millionen Aktien zu je 37,45 Euro über JPMorgan Chase. Ein Paket im Gesamtwert von rund 318 Millionen Euro. Die Aktie reagierte mit einem Tagesrückgang von bis zu 3,7 Prozent.

UBS hält am Kaufvotum fest

Ungeachtet des prominenten Abgangs bleibt die UBS bei ihrer Einschätzung: Analyst Matthew Weston bestätigt das Rating „Buy" mit einem Kursziel von 52 Euro — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von knapp 38 Euro. Weston setzt auf eine baldige Einigung im Glyphosat-Rechtsstreit und bewertet das Kerngeschäft grundsätzlich positiv. Im Pharmabereich überträfen die Wachstumstreiber Nubeqa und Kerendia die Markterwartungen, mittelfristig könnten Asundexian und das Menopausen-Präparat Lynkuet weitere Impulse liefern.

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Asundexian ist dabei der wohl spannendste Kandidat in der Pipeline. In der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zeigte der Faktor-XIa-Inhibitor eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo bei der Prävention rezidivierender ischämischer Schlaganfälle — die erste erfolgreiche Studie dieser Art in dieser Substanzklasse. Bayer plant, auf Basis dieser Daten Zulassungsbehörden anzugehen; die FDA hat dem Wirkstoff bereits die Fast-Track-Designation erteilt.

April als Schlüsselmonat

Ende April verdichten sich die Ereignisse. Am 24. April findet die Hauptversammlung statt, auf der neben der Entlastung des Vorstands auch die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder — Marcel Smits und Alfred Stern — sowie die Dividende von 0,11 Euro je Aktie auf der Agenda stehen. Dass die Ausschüttung trotz Nettoverlust von 3,62 Milliarden Euro und einer Nettofinanzverschuldung von rund 29,8 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau bleibt, unterstreicht den engen finanziellen Spielraum.

Drei Tage später, am 27. April, beginnen vor dem US Supreme Court die mündlichen Verhandlungen im Fall Monsanto v. Durnell. Im Kern geht es um die Frage, ob Bundesrecht staatliche Klagen wegen fehlender Krebswarnungen auf Glyphosat-Produkten verdrängt. Rückendeckung erhält Bayer dabei vom US-Justizministerium, das eine Stellungnahme zugunsten des Unternehmens eingereicht hat. Das Urteil wird für die zweite Junihälfte erwartet — und könnte die Grundlage für eine Neubewertung der milliardenschweren Rechtsverbindlichkeiten legen, die Bayer seit Jahren belasten. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 folgen am 12. Mai.

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