ams OSRAM Aktie: Anleihe-Option zieht
Heute ist für ams OSRAM kein gewöhnlicher Montag. Ab dem 30. März 2026 darf der Technologiekonzern erstmals vertraglich vereinbarte Hochzinsanleihen vorzeitig tilgen — ein Datum, auf das das Unternehmen seit Monaten hinarbeitet.
Die finanzielle Munition dafür ist vorhanden. Bereits im Januar kaufte ams OSRAM Anleihen im Nominalwert von knapp 200 Millionen Euro über ein Dutch-Auction-Verfahren zu 96 Prozent des Nennwerts zurück. Anfang März folgte der Abschluss des Verkaufs des Lampensegments an den japanischen Konzern Ushio für 114 Millionen Euro. Der gewichtigste Posten steht noch aus: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll im zweiten Quartal weitere 570 Millionen Euro einbringen. Aus den Desinvestitionen fließen damit insgesamt knapp über 670 Millionen Euro in die Bilanz.
Zinskosten sollen sich halbieren
Das erklärte Ziel ist eine Halbierung der jährlichen Finanzierungskosten — von derzeit bis zu 300 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro. Das Nettoverschuldungs-EBITDA-Verhältnis soll unter 2 sinken. Dass die Strategie Früchte trägt, hat Moody's bereits registriert: Die Ratingagentur hob den Ausblick für das langfristige Emittentenrating von „stabil" auf „positiv" an, auch wenn das Rating selbst vorerst bei „B3" verbleibt.
Rückenwind liefert auch der Geschäftsbericht 2025. Der Nettoverlust schrumpfte von 786 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro, die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 16,8 auf 18,3 Prozent. Im Halbleiterbereich erreichten die Design-Wins mit über fünf Milliarden Euro ein Allzeithoch.
Vom Scheinwerfer in den KI-Server-Rack
Parallel zur Bilanzbereinigung läuft die technologische Neuausrichtung. ams OSRAM überträgt seine EVIYOS-microLED-Kompetenz auf optische Datenverbindungen innerhalb von KI-Server-Racks. Der Vorteil: microLED-basierte Transceiver verbrauchen in der sogenannten „slow-and-wide"-Architektur deutlich weniger Strom als klassische Laser-Transmitter — und produzieren damit weniger Abwärme, ein zunehmend kritischer Faktor für Rechenzentrumsbetreiber.
Das Kostensenkungsprogramm „Simplify" soll von 2026 bis 2028 die strukturellen Kosten dauerhaft um 200 Millionen Euro drücken und die Lücke schließen, die der Umsatzrückgang durch die Veräußerungen hinterlässt. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse von rund 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 15 Prozent. Am 7. Mai legt ams OSRAM die Q1-Zahlen vor — dann wird sichtbar, ob Schuldenabbau und Margenprogramm das angepeilte Tempo halten. Langfristig peilt der Konzern bis 2030 eine Halbleiter-EBITDA-Marge von mindestens 25 Prozent an.
Ams Osram-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ams Osram-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Ams Osram-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ams Osram-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ams Osram: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








