Bayer Aktie: Hoffnung aus Wien
Während Bayer unter der Last milliardenschwerer Glyphosat-Vergleiche ächzt, setzt der Konzern auf Innovation in der Radiologie. Auf dem europäischen Radiologenkongress in Wien präsentierte der Leverkusener Pharma- und Agrarriese neue Studiendaten zu seinem experimentellen MRT-Kontrastmittel Gadoquatrane. Die Botschaft: 60 Prozent weniger Schwermetallbelastung bei gleicher diagnostischer Qualität.
Weniger Gadolinium, gleiche Leistung
Die auf dem European Congress of Radiology vorgestellten Phase-III-Daten umfassen Subgruppenanalysen für verschiedene Anwendungsbereiche – vom zentralen Nervensystem über Bauchraum-Aufnahmen bis zur Gefäßdarstellung. Das Besondere: Gadoquatrane kommt mit einer Dosierung von lediglich 0,04 mmol Gadolinium pro Kilogramm Körpergewicht aus. Das ist 60 Prozent weniger als bei herkömmlichen makrozyklischen Kontrastmitteln.
Trotz der reduzierten Dosis zeigen die Studienergebnisse eine vergleichbare diagnostische Leistung. Mehr als 800 Patienten aus 15 Ländern waren in das QUANTI-Entwicklungsprogramm eingeschlossen. Die niedrigere Gadolinium-Exposition dürfte vor allem jenen Patienten zugutekommen, die im Laufe ihres Lebens auf mehrfache MRT-Untersuchungen angewiesen sind. Gesundheitsbehörden empfehlen zunehmend, die kumulative Schwermetallbelastung so gering wie möglich zu halten.
Zulassungsanträge weltweit eingereicht
Bayer treibt die Markteinführung mit Nachdruck voran. Zulassungsanträge wurden bereits in den USA, der Europäischen Union, Japan und China eingereicht. Weitere regionale Einreichungen sollen in den kommenden Monaten folgen. Die medizinische Nachfrage nach niedrig dosierten Alternativen wächst stetig.
Kontrapunkt zum operativen Debakel
Die Fortschritte in der Pharmapipeline stehen in scharfem Kontrast zur Gesamtlage des Konzerns. Erst vergangene Woche musste Bayer für 2025 einen Nettoverlust von rund 3,6 Milliarden Euro ausweisen – primär getrieben durch milliardenschwere Rückstellungen für die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Ein Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar wurde in den USA vorläufig gebilligt.
Für 2026 rechnet das Management mit einem negativen Cashflow von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. Die Pharmasparte steht damit unter erheblichem Druck, durch Innovationen wie Gadoquatrane neue Einnahmequellen zu erschließen, um die Verluste im Agrargeschäft abzufedern. Ob ein MRT-Kontrastmittel allein die Wende bringt, bleibt fraglich. Die Zulassungsentscheidungen in den Kernmärkten dürften jedoch richtungsweisend für die operative Entwicklung der Radiologie-Sparte werden.
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