Bayer Aktie: Milliarden-Vergleich rückt näher
Ein US-Richter in Missouri hat den milliardenschweren Roundup-Vergleich vorläufig gebilligt – ein juristischer Meilenstein, der Bayer nach Jahren zermürbender Prozesse endlich Planungssicherheit verschaffen könnte. Doch bis zur finalen Genehmigung bleiben entscheidende Hürden. Parallel präsentierte der Konzern seine Jahreszahlen und einen Ausblick, der vor allem eines zeigt: 2026 wird zum Jahr der Wahrheit für die Entschuldungsstrategie.
7,25 Milliarden Dollar: Das Konstrukt hinter dem Vergleich
Die vorläufige Zustimmung zum Vergleichsvorschlag über 7,25 Milliarden US-Dollar markiert einen konkreten rechtlichen Fortschritt. Das Programm ist auf bis zu 21 Jahre angelegt und soll sowohl laufende als auch künftige Klagen abdecken. Für Bayer bedeutet das: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten steigen von 7,8 Milliarden Euro auf 11,8 Milliarden Euro – davon entfallen 9,6 Milliarden Euro auf Glyphosat.
Bis zum 4. Juni 2026 haben Betroffene Zeit, teilzunehmen, Einwände einzulegen oder sich aus dem Vergleich auszuklinken. Die finale Fairness-Anhörung folgt am 9. Juli. Parallel läuft ein Verfahren vor dem US Supreme Court, dessen Entscheidung in der zweiten Junihälfte erwartet wird und ebenfalls richtungsweisend sein könnte.
Zahlen mit Schattenseiten: Umsatz stabil, Cashflow negativ
Der Konzernumsatz 2025 lag bei 45,6 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA bei 9,7 Milliarden Euro. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro – bedingt durch die massiven Rechtskosten. Der freie Cashflow sank auf 2,1 Milliarden Euro.
Für 2026 rechnet Bayer währungsbereinigt mit 45 bis 47 Milliarden Euro Umsatz und einem EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro. Doch der Blick auf die Jahresend-Wechselkurse trübt das Bild: Auf FX-Basis liegt die Prognose bei 44 bis 46 Milliarden Euro Umsatz und 9,1 bis 9,6 Milliarden Euro EBITDA.
Der Knackpunkt: Der freie Cashflow wird mit minus 1,5 bis minus 2,5 Milliarden Euro negativ ausfallen. Grund sind rund 5 Milliarden Euro an Auszahlungen für Rechtsstreitigkeiten. Die Nettofinanzverschuldung dürfte dadurch auf 32 bis 33 Milliarden Euro klettern.
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Finanzierung gesichert, keine Kapitalerhöhung geplant
Bayer hat die unmittelbare Finanzierung über eine Bankdarlehensfazilität von 8 Milliarden US-Dollar abgesichert. Die langfristige Refinanzierung soll über Anleihen und Eigenkapital-ähnliche Instrumente erfolgen – eine Kapitalerhöhung ist nicht vorgesehen. Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie vor.
Pipeline-Update: Gadoquatrane zeigt Potenzial
Abseits der Rechtsfront präsentiert Bayer am Europäischen Radiologiekongress in Wien neue Phase-III-Daten zu Gadoquatrane. Das MRT-Kontrastmittel zeigt bei 60 Prozent geringerer Gadolinium-Dosis vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit wie Standardpräparate. Zulassungsanträge laufen bereits in mehreren Regionen.
Drei Termine entscheiden über die Zukunft
Die kommenden Monate bringen Klarheit: Am 4. Juni endet die Frist für Einwände beim Roundup-Vergleich, Mitte Juni wird die Supreme-Court-Entscheidung erwartet, am 9. Juli folgt die finale Fairness-Anhörung. Bayer hat die Weichen für einen Schlussstrich gestellt – ob der Plan aufgeht, zeigt sich bis Sommer 2026.
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