Siemens Energy kündigte gestern ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden Euro an. Start heute, Ende spätestens am 30. September. Die zurückgekauften Papiere sollen entweder eingezogen oder für Mitarbeiterprogramme verwendet werden. Die Reaktion des Marktes? Ernüchternd. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie 4,27 Prozent auf 157 Euro.

Das Timing wirft Fragen auf. Der Konzern hat zuletzt starke Quartalszahlen vorgelegt: Der Auftragseingang kletterte um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro, der Gewinn verdoppelte sich auf 1,16 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro ein Rekordhoch. Vor allem das Geschäft mit Rechenzentren boomt – der Umsatz mit Tech-Konzernen hat sich auf über 2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Bewertung bereits am Limit

Doch genau hier liegt das Problem. Bei einem Kurs von rund 160 Euro und erwarteten Gewinnen von knapp 4 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis über 40. Für einen Industriekonzern ist das ambitioniert. Die durchschnittlichen Analystenkursziele liegen unter dem aktuellen Handelspreis – der Markt hat mehr Optimismus eingepreist, als selbst Profis für gerechtfertigt halten.

Das 52-Wochen-Hoch bei 171,65 Euro markiert eine Widerstandszone, an der die Bullen zuletzt gescheitert sind. Die Aktie hat sich weit von ihren gleitenden Durchschnitten entfernt. Sollte die wichtige Marke von 142 Euro brechen, wo der 50-Tage-Durchschnitt verläuft, wäre der Weg bis 120 Euro offen.

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Gamesa bleibt Belastung

Die Windtochter Siemens Gamesa schreibt zwar weniger Verluste als früher, aber im ersten Quartal standen trotzdem 46 Millionen Euro operativer Verlust zu Buche. Ein Risikofaktor, der jederzeit wieder auf die Stimmung drücken kann. Der Aktienrückkauf ändert daran nichts – er ist eher ein Signal, dass dem Management die Ideen für gewinnbringende Investitionen ausgehen.

Für Anleger, die noch nicht investiert sind, ist die Lage klar: Der Kurs ist zu schnell zu stark gestiegen. Eine technische Korrektur ist überfällig. Wer einsteigen will, sollte auf einen Rücksetzer warten.

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