Die Leverkusener Bayer AG beendet das Börsenjahr 2025 als einer der stärksten Werte im DAX, auch wenn die letzten Handelstage von Gewinnmitnahmen geprägt waren. Mit einem Jahresplus von über 90 Prozent hat sich der Pharma- und Agrarchemieriese eindrucksvoll zurückgemeldet. Angesichts der jüngsten Korrektur und neuer operativer Erfolge stellt sich für Anleger die Frage: Bietet der aktuelle Rücksetzer eine Einstiegschance für 2026?

Hier sind die wichtigsten Kennzahlen zum Jahresabschluss:

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  • Kursentwicklung YTD: +91,74 %
  • Aktueller Kurs: 37,01 €
  • Rücksetzer 7 Tage: -12,34 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -12,34 % (Hoch bei 42,22 €)
  • Technischer Indikator: RSI (14) bei 19,6 (stark überverkauft)

Korrektur nach der Rallye

Während die Jahresbilanz 2025 glänzt, zeigt der Blick auf die letzte Handelswoche eine deutliche Gegenbewegung. Vom Hochpunkt an Heiligabend bei 42,22 Euro fiel die Aktie binnen weniger Tage auf das aktuelle Niveau von rund 37 Euro zurück.

Technisch betrachtet ist diese Entwicklung bemerkenswert: Mit einem RSI-Wert von 19,6 notiert das Papier im extrem überverkauften Bereich. Marktbeobachter werten dies oft als Indiz für eine kurzfristige Übertreibung nach unten, die technische Gegenreaktionen begünstigen könnte. Der übergeordnete Aufwärtstrend, bestätigt durch den Abstand von fast 34 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt (27,67 Euro), bleibt davon unberührt.

Japan-Zulassung als Kurstreiber

Fundamental wird die positive Langzeitentwicklung durch operative Fortschritte gestützt. Ein wichtiger Meilenstein ist die jüngste Zulassung des Medikaments Kerendia (Wirkstoff Finerenon) in Japan. Die dortigen Behörden gaben grünes Licht für den Einsatz bei einer spezifischen Form der chronischen Herzinsuffizienz.

Dieser Schritt öffnet Bayer einen bedeutenden Absatzmarkt. Die Indikationserweiterung von Kerendia gilt als zentraler Baustein der Pharma-Strategie, um wegfallende Patente älterer Blockbuster in den kommenden Jahren umsatzseitig aufzufangen.

Kepler Cheuvreux erhöht Kursziel

Die operative Aufhellung spiegelt sich auch in den Bewertungen der Analysten wider. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux reagierte auf die Entwicklung mit einer deutlichen Anhebung des Kursziels von 35 Euro auf 42 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung.

Die Experten begründen ihren Optimismus mit drei Faktoren:
1. Der erfolgreichen Pipeline-Entwicklung (Fokus auf Kerendia und Asundexian).
2. Einer im historischen Vergleich weiterhin bestehenden Unterbewertung.
3. Verbesserten Perspektiven im Agrarchemie-Geschäft.

Zudem sorgt eine wahrgenommene Entspannung bei den US-Rechtsstreitigkeiten für Erleichterung. Signale, dass die US-Regierung eine Prüfung zentraler Glyphosat-Fälle durch den Supreme Court empfohlen hat, lassen das Risiko extrem negativer Szenarien in den Hintergrund treten.

Fazit: Volatiler Start ins neue Jahr erwartet

Bayer geht als "Lokomotive" des DAX aus dem Jahr 2025, muss sich kurzfristig jedoch einer technischen Korrektur stellen. Die Kombination aus extrem überverkauftem Zustand (RSI < 20) und fundamentalen Treibern wie der Kerendia-Zulassung definiert die Ausgangslage für den Januar. Gelingt eine Stabilisierung oberhalb der Marke von 37 Euro, rückt das Analystenziel von 42 Euro wieder in den direkten Fokus.

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