Bayer Aktie: Fünfter Treffer in Folge
Fünf Phase-III-Studien, fünf Mal primären Endpunkt erreicht. Bayer hat am Montag Daten aus der FIND-CKD-Studie veröffentlicht, die zeigen: Kerendia (Wirkstoff Finerenon) verlangsamt das Fortschreiten einer chronischen Nierenerkrankung auch bei Patienten ohne Diabetes-Hintergrund signifikant. Gleichzeitig stufte UBS die Aktie auf „Buy" hoch.
Neues Terrain für Kerendia
FIND-CKD ist die bislang größte Phase-III-Studie speziell für nicht-diabetische chronische Nierenerkrankung (CKD). Mehr als 1.500 Patienten mit Erkrankungen wie Bluthochdruck oder chronischer Glomerulonephritis nahmen teil. Das Ergebnis: Kerendia verbesserte die jährliche Veränderungsrate der Nierenfunktion (eGFR) gegenüber Placebo statistisch signifikant — bei konsistentem Sicherheitsprofil.
Bayer plant nun, die Daten bei der FDA einzureichen, um die Zulassung auf nicht-diabetische CKD-Patienten auszuweiten. Derzeit ist Kerendia in über 100 Ländern für CKD im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Schätzungsweise mehr als 400 Millionen Menschen weltweit leiden an nicht-diabetischen Formen der Erkrankung — ein Markt, der bislang therapeutisch weitgehend unterversorgt ist.
Gegengewicht zu Xarelto-Erosion
Die Bedeutung von Kerendia für Bayer geht weit über eine einzelne Studie hinaus. Der Konzern kämpft mit dem Generikadruck beim Blutverdünner Xarelto, der zuletzt einen Umsatzrückgang von 33 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro verzeichnete, sowie mit Biosimilar-Konkurrenz für das Augenmittel Eylea. Kerendia soll diese Lücke gemeinsam mit dem Prostatamittel Nubeqa schließen — beide übertreffen laut Bayer die Markterwartungen.
Mittelfristig könnten zudem der Gerinnungshemmer Asundexian und das Menopause-Medikament Lynkuet zum Wachstum beitragen, beide kurz vor der Markteinführung.
UBS sieht Kaufgelegenheit
Analyst Matthew Weston von UBS hob das Kursziel am selben Tag von 48 auf 52 Euro an und stufte die Aktie von „Neutral" auf „Buy" hoch. Als Begründung nannte er ein verbessertes Risiko-Rendite-Profil im Hinblick auf die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten sowie die zuletzt deutliche Kursschwäche als Einstiegsgelegenheit. Tatsächlich notiert die Aktie rund 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro und hat im vergangenen Monat gut zwölf Prozent verloren. Mit einem KGV von 8,7x für 2026 wird Bayer mit einem Abschlag von 37 Prozent gegenüber europäischen Pharma-Peers bewertet.
Die nächsten konkreten Wegmarken sind der Quartalsbericht am 12. Mai 2026 sowie ein erwartetes Urteil des US Supreme Court zur Glyphosat-Haftung Ende Juni 2026 — ein Faktor, der das fundamentale Bild je nach Ausgang erheblich verschieben könnte.
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