Bayer Aktie: Barclays sieht 45 Euro
Die Skepsis gegenüber dem Leverkusener Konzern weicht zunehmend einer neuen Zuversicht. Mit einer deutlichen Hochstufung sorgt die britische Investmentbank Barclays für Aufsehen und traut dem Papier weiteres Kurspotenzial zu. Doch ist die aktuelle Rallye fundamental untermauert oder treibt lediglich die Hoffnung auf ein juristisches Ende der Glyphosat-Saga den Kurs?
Das Wichtigste in Kürze:
* Upgrade: Barclays stuft auf "Overweight" hoch und erhöht das Kursziel auf 45 Euro.
* Treiber: Analysten setzen auf eine Beilegung der Rechtsstreitigkeiten und Pharmapipeline-Erfolge.
* Performance: Die Aktie legte auf 12-Monats-Sicht um über 93 % zu.
* Katalysator: Am 13. Januar präsentiert der Konzern auf der J.P. Morgan Healthcare Conference.
Die Gründe für den Optimismus
Der Analyst Charles Pitman-King von Barclays begründet das neue Kursziel von 45 Euro – eine Anhebung des vorherigen Ziels um 50 Prozent – mit einer Kombination aus operativen und juristischen Faktoren. Während der breite europäische Pharmasektor von der Bank lediglich als "Neutral" eingestuft wird, sticht Bayer positiv hervor.
Besonders die Erwartung steigender Margen im Bereich Crop Science sowie optimistische Absatzprognosen für das Nierenmedikament Kerendia stützen die These. Kerendia entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Wachstumsträger in der Pharma-Sparte. Diese fundamentale Stärke wird durch weitere positive Stimmen von J.P. Morgan und Goldman Sachs bestätigt, die ebenfalls zum Kauf raten.
Der juristische Hebel
Über allem schwebt jedoch weiterhin das Damoklesschwert der rund 61.000 offenen Glyphosat-Klagen. Hier könnte das Jahr 2026 die lang ersehnte Wende bringen. Im Fokus steht eine mögliche Entscheidung des US-Supreme Court, die bis Juni erwartet wird. Sollte das Gericht die Vorrangigkeit von Bundesrecht bestätigen, würde dies zahlreichen Klagen die Grundlage entziehen.
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Marktbeobachter werten die Empfehlung des US-Generalanwalts vom Dezember 2025, die Berufung Bayers anzunehmen, als wichtiges Signal. Experten von J.P. Morgan beziffern das finanzielle Entlastungspotenzial in diesem Szenario auf rund 5 Milliarden Euro. Eine solche Entscheidung würde die Risikoprämie der Aktie massiv reduzieren.
Pipeline und Charttechnik
Auch abseits der Gerichte liefert Bayer Argumente für steigende Kurse. Das Krebsmedikament Sevabertinib erhielt kürzlich den Status einer "bahnbrechenden Therapie" von der US-Arzneimittelbehörde FDA. Dies könnte die Zulassung beschleunigen und die Pipeline-Fantasie neu entfachen.
Die Aktie spiegelt diese Hoffnungen wider. Mit einem aktuellen Kurs von 38,35 Euro notiert das Papier zwar leicht unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,22 Euro, das am 24. Dezember 2025 markiert wurde, der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch intakt. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt komfortable 36,42 Prozent, was die Stärke der Bewegung seit dem 52-Wochen-Tief bei 19,62 Euro unterstreicht.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den kommenden Dienstag, den 13. Januar 2026. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference wird Pharma-Vorstand Stefan Oelrich Details zur Strategie erläutern. Sollte er hier konkrete Fortschritte bei der Pipeline oder dem Rechtsstreit bestätigen, könnte dies den Weg in Richtung des neuen Barclays-Kursziels ebnen.
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