BASF Aktie: Zwei Hebel
BASF dreht gleich an zwei Stellschrauben: höhere Preise im wichtigen Isocyanat-Geschäft und ein möglicher Geldzufluss aus einem Anteilsverkauf. Beides zielt auf dasselbe ab – Margen schützen und die Bilanz beweglicher machen. Doch wie viel Rückenwind liefern diese Schritte kurzfristig wirklich?
Preiserhöhung bei TDI: Kosten weiterreichen
Am 4. Februar kündigte BASF eine sofortige Preiserhöhung für Lupranate® TDI (Toluol Diisocyanat) in Asien-Pazifik sowie Naher Osten und Afrika an. Der Aufschlag beträgt 300 US-Dollar pro metrischer Tonne.
Die Begründung ist klar: höhere Kosten für Transport, Energie und regulatorische Anforderungen. Für die operative Bewertung ist das ein wichtiger Punkt, weil Preisanpassungen in einem kostenseitigen Gegenwind dabei helfen können, die Profitabilität zu stabilisieren – zumindest dort, wo der Markt die höheren Preise mitträgt.
Portfolio-Bereinigung: Cash durch Stahl-Deal
Parallel kommt Bewegung in die Beteiligungen. Ebenfalls am 4. Februar wurde bekannt, dass Henkel das Unternehmen Stahl Parent B.V. zu einem Unternehmenswert von rund 2,1 Milliarden Euro erwirbt.
Für BASF ist das relevant, weil der Konzern 16,1% an Stahl hält. Die Mehrheit lag beim Finanzinvestor Wendel. Der Verkauf dieser Beteiligung bringt BASF frische Mittel – ein potenzieller Pluspunkt für die finanzielle Flexibilität, ohne dass dafür das Kerngeschäft angefasst werden muss.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- TDI-Preiserhöhung: +300 USD/Tonne (Asien-Pazifik, Naher Osten & Afrika)
- Stahl-Transaktion: Henkel kauft Stahl Parent B.V. (EV ca. 2,1 Mrd. €)
- BASF-Anteil an Stahl: 16,1% (Minderheitsbeteiligung)
- Nächster Termin: Geschäftsbericht 2025 am 27. Februar 2026
Kursbild und nächster Termin: Bericht am 27. Februar
Am Freitag notiert die Aktie mit 48,27 € nahezu unverändert zum Tagesstart (+0,17%), liegt aber unter dem Schlusskurs von gestern (49,10 €). Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 9,31% – der Titel hält sich zudem rund 9,7% über dem 200-Tage-Durchschnitt (44,00 €). Der RSI (14 Tage) bei 42,3 deutet dabei eher auf ein moderates Momentum als auf Überhitzung.
Fundamental rückt der nächste Fixpunkt näher: Am 27. Februar 2026 legt BASF den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor. Vorläufig gemeldete Zahlen gab es bereits am 22. Januar: Der Umsatz 2025 lag demnach bei 59,7 Mrd. € (nach 61,4 Mrd. € im Vorjahr).
Im Analystenbild bleibt es gemischt: Bernstein Research bestätigte am 5. Februar „Outperform“ mit Kursziel 53 €, während JPMorgan bei „Underweight“ bleibt.
Unterm Strich liefern Preiserhöhung und Beteiligungsverkauf kurzfristig klare, greifbare Signale aus dem operativen und finanziellen Werkzeugkasten – die nächste größere Einordnung folgt dann mit dem Geschäftsbericht am 27. Februar.
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