Bei D-Wave sorgten jüngste Insider-Verkäufe für Gesprächsstoff. Im Mittelpunkt stand vor allem CEO Alan Baratz. Doch die Pflichtmeldungen zeichnen ein deutlich nüchterneres Bild als die Spekulationen rund um „Gewinnmitnahmen“ nach der Rally.

Entscheidend ist: Die Verkäufe liefen nach einem festen, vorab definierten Mechanismus – und nicht als spontane Reaktion auf Kursbewegungen oder spätere Unternehmensnachrichten.

  • 35.013 Aktien verkaufte CEO Alan Baratz am 14. Januar
  • Laut SEC Form 4 handelte es sich um einen „sell-to-cover“ zur Steuerabführung nach dem Vesting von RSUs
  • Die Transaktionen erfolgten unter einem Rule-10b5-1-Plan, der am 11. August 2025 verabschiedet wurde

Warum die Verkäufe kaum Aussagekraft haben

Die Form-4-Unterlagen stellen klar: Der Verkauf am 14. Januar diente ausschließlich dazu, gesetzliche Steuerabzüge zu bedienen, die durch das Fälligwerden (Vesting) von Restricted Stock Units ausgelöst wurden. Das ist ein typischer „sell-to-cover“-Vorgang.

Zusätzlich lief der Verkauf über einen 10b5-1-Handelsplan. Solche Pläne legen Verkäufe zeitlich im Voraus fest und nehmen dem Management die freie Entscheidung über den Verkaufszeitpunkt. Damit waren die Transaktionen nicht an spätere Kursausschläge oder den Newsflow Ende Januar gekoppelt.

Strategiewechsel: Zwei Plattformen statt einer

Unabhängig von der Insider-Debatte hat D-Wave 2026 einen klaren Schnitt im Geschäftsmodell vollzogen. Am 20. Januar schloss das Unternehmen die Übernahme von Quantum Circuits Inc. ab – laut Bericht ein Deal von rund 550 Millionen US-Dollar.

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Damit positioniert sich D-Wave offiziell als „Dual-Platform“-Anbieter:
- Annealing-Systeme (kommerziell genutzt, Fokus: Optimierungsprobleme)
- Gate-Model-Technologie von Quantum Circuits mit Fehlerkorrektur (Fokus: Simulationen)

Auf der „Qubits 2026“-Konferenz in Boca Raton (27.–28. Januar) betonte das Management, dass die Akquisition den Fahrplan zu einem Gate-Model-System beschleunigen soll. Ziel ist es, den adressierbaren Markt auszuweiten – etwa auf komplexe Differentialgleichungen und Materialwissenschafts-Simulationen, die mit Annealing allein nicht abgedeckt werden.

Florida als neuer Schwerpunkt – und konkrete Deals

Parallel zur Technologie verschiebt sich auch der operative Schwerpunkt. D-Wave bestätigte die Verlagerung des globalen Hauptsitzes an den Boca Raton Innovation Campus (BRiC) in Florida.

Der Umzug fällt zusammen mit zwei kommerziellen Meldungen:
- 20 Mio. US-Dollar Vertrag mit der Florida Atlantic University (FAU) zur Installation eines Advantage2™ Annealing-Quantencomputers
- Separat: 10 Mio. US-Dollar Enterprise-Cloud-Vertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen, angekündigt am 27. Januar

Im Text werden diese Vertragswerte als greifbare Bestätigung des Erlösmodells gewertet – auch wenn die Aktie nach einem Plus von rund 250% in den letzten 12 Monaten Anfang Februar eine Korrektur zeigte.

Im nächsten Schritt richtet sich der Blick auf den kommenden Q4-Ergebnisbericht: Dort dürfte vor allem sichtbar werden, wie sich die kapitalintensiven Weichenstellungen auf Cash Burn und den Weg Richtung Profitabilität auswirken.

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