BASF hat die vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt – und liefert ein gespaltenes Bild. Während der Free Cash Flow die Erwartungen deutlich übertrifft, enttäuscht das operative Ergebnis. Der Ludwigshafener Chemiekonzern setzt seinen strategischen Umbau fort, doch die Restrukturierungskosten belasten.

Die wichtigsten Fakten:

  • Free Cash Flow von 1,3 Mrd. Euro – mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr
  • EBITDA vor Sondereinflüssen bei 6,6 Mrd. Euro, unter der eigenen Prognose
  • Nettoergebnis steigt auf 1,6 Mrd. Euro
  • Restrukturierung schreitet schneller voran als geplant

Operative Schwäche trifft auf Cash-Stärke

Der Umsatz sank auf 59,7 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch 61,4 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden. Höhere Absatzmengen konnten weder negative Währungseffekte noch leicht gesunkene Preise ausgleichen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 6,6 Milliarden Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 7,2 Milliarden Euro aus 2024. Analysten hatten im Schnitt 6,7 Milliarden Euro erwartet. BASF selbst hatte im Oktober noch eine Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Niedrigere Margen und Währungsbelastungen drückten auf das Ergebnis.

Einen Lichtblick liefert der Free Cash Flow: Mit 1,3 Milliarden Euro übertrifft er die Analystenerwartungen von 0,6 Milliarden Euro deutlich. Grund dafür sind vor allem reduzierte Investitionsausgaben, die von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro sanken. Das Nettoergebnis kletterte auf 1,6 Milliarden Euro, gestützt durch höhere Beiträge der Wintershall-Dea-Beteiligung.

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Umbau kostet – aber beschleunigt sich

Das EBIT fiel auf 1,6 Milliarden Euro, unter dem Vorjahreswert von 1,8 Milliarden Euro und deutlich unter dem Analystenkonsens von 2,2 Milliarden Euro. Verantwortlich sind erheblich höhere Restrukturierungskosten. Die Sondereinflüsse im EBIT werden voraussichtlich minus 1,3 Milliarden Euro betragen.

BASF kommt bei den angekündigten Umstrukturierungen schneller voran als ursprünglich geplant. Der Verkauf des Dekorfarbengeschäfts an Sherwin-Williams zum 1. Oktober 2025 brachte positive Sondereffekte. Im Rahmen der "Winning Ways"-Strategie treibt der Konzern weitere Portfolio-Maßnahmen voran: Der geplante Börsengang der Sparte Agricultural Solutions rückt näher, in China startete die Produktion am Zhanjiang-Verbund im November 2025.

Was jetzt folgt

Die vollständigen Geschäftszahlen präsentiert BASF am 27. Februar 2026. An diesem Tag finden sowohl die Analystenkonferenz als auch die Bilanzpressekonferenz statt. Die Aktie notiert aktuell bei 47,40 Euro und hat sich in den vergangenen 30 Tagen um 8 Prozent erholt. Anleger dürften vor allem gespannt sein, wie der Vorstand die weitere Margenentwicklung und den Fortschritt beim Konzernumbau einschätzt.

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