BASF zieht den Umbau weiter straff – und dämpft gleichzeitig die Erwartungen für 2026. Höhere Sparziele, weniger Investitionen und eine vorsichtige Ergebnisprognose zeigen: Eine schnelle Erholung traut sich der Konzern selbst nicht zu. Genau diese Mischung drückt auf die Stimmung rund um die Aktie.

Schwaches Jahr, vorsichtige Guidance

2025 lief operativ zäh. BASF meldete ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,554 Mrd. Euro (–9,5%) bei 59,657 Mrd. Euro Umsatz (–2,9%). Das bereinigte EBIT ging noch stärker zurück (–18,1%). Als Gründe nennt das Management ein unsicheres und volatiles Marktumfeld.

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Für 2026 setzt BASF den Ton ebenfalls defensiv: Beim EBITDA vor Sondereinflüssen peilt der Konzern 6,2 bis 7,0 Mrd. Euro an. Damit liegt die Spanne unter den Markterwartungen (zuletzt etwa 7 Mrd. Euro). Zusätzlich rechnet BASF im ersten Quartal mit rund 200 Mio. Euro Währungsgegenwind und verweist auf schwächere Nachfrage außerhalb Chinas.

An der Börse passt dieses Bild zur jüngsten Entwicklung: Auf Wochensicht liegt der Titel trotz eines kleinen Plus heute (+0,97% auf 46,72 Euro) rund 5,9% im Minus.

Sparprogramm rauf, Investitionen runter

Um die Profitabilität zu stützen, erhöht BASF den Druck auf die Kosten. Das jährliche Einsparziel bis Ende 2026 steigt von 1,6 auf 2,3 Mrd. Euro. Ein großer Teil kommt über Stellenabbau: Seit Ende 2023 wurden 4.800 Jobs gestrichen, weitere Einschnitte in Verwaltung und IT sind geplant. Funktionen sollen zudem in kostengünstigere Hubs nach Indien und Malaysia verlagert werden.

Parallel kürzt BASF die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 um 20% auf 13 Mrd. Euro. Der Konzern priorisiert damit klar Effizienz und Cash-Disziplin – ein Signal, das in einem schwachen Umfeld nachvollziehbar ist, aber eben auch zeigt, wie begrenzt die Visibilität für Wachstum aktuell ist.

Dividende stabil, Portfolio in Bewegung

Trotz Gegenwinds hält BASF an einer Dividende von 2,25 Euro je Aktie fest (insgesamt rund 2 Mrd. Euro). Der Haken: Der Free Cashflow lag 2025 bei 1,34 Mrd. Euro und deckt die Ausschüttung damit nicht vollständig. Kann BASF diese Stabilität durch Verkäufe und Einsparungen langfristig untermauern? Genau darauf zielt der laufende Umbau.

Beim Portfolio passiert entsprechend viel: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel wurde Ende Februar abgeschlossen. Der Verkauf der Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen. Zudem bereitet BASF die Agrarsparte auf einen möglichen Börsengang bis 2027 vor. Ein Teil der Erlöse soll auch in das laufende Aktienrückkaufprogramm (bis zu 1,5 Mrd. Euro, bis Ende Juni 2026) fließen. Zuletzt kaufte BASF in der Woche vom 23. bis 27. Februar 673.113 Aktien zurück; seit Start am 3. November 2025 sind es 14,02 Mio. Stück.

Als Belastungsfaktoren bleiben laut Unternehmen unter anderem fallende Preise und Überkapazitäten in China. Dazu kommen geopolitische Unsicherheiten – etwa mögliche Effekte steigender Energiepreise.

Im Kalender steht als nächster Fixpunkt die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim – dort dürfte neben der Dividende auch der Fortschritt beim Spar- und Portfolio-Programm im Mittelpunkt stehen.

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