D-Wave Quantum Aktie: Wilde Woche
D-Wave Quantum beendete eine turbulente Berichtswoche mit einem Kursplus – trotz enttäuschender Quartalszahlen. Die Aktie profitierte von einem starken Auftragseingang und der strategischen Übernahme von Quantum Circuits.
Umsatzziele verfehlt, Ausblick überzeugt
Am 26. Februar legte D-Wave Quantum die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Das Unternehmen verbuchte einen bereinigten Verlust von 0,09 Dollar je Aktie bei Erlösen von 2,8 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Verlust von 0,06 Dollar je Aktie und Umsätze von rund 3,7 Millionen Dollar erwartet.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete D-Wave einen Umsatzanstieg von 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar. Der Bruttogewinn kletterte um 265 Prozent. Die Liquidität erreichte mit über 884 Millionen Dollar einen Höchststand in der Unternehmensgeschichte.
Der Auftragseingang fiel im Gesamtjahr allerdings um 22 Prozent auf 18,7 Millionen Dollar – ein Dämpfer für die mittelfristigen Umsatzerwartungen.
Analysten senken Kursziele
Mindestens zwei große Investmentbanken reagierten verhalten. Evercore ISI und Mizuho kürzten ihre Kursziele nach Vorlage der Zahlen. Die Aktie geriet zunächst unter Druck, erholte sich aber im Wochenverlauf und schloss mit einem Plus von 4 Prozent. Der S&P 500 verlor im gleichen Zeitraum 0,4 Prozent, der Nasdaq Composite gab 1 Prozent ab.
Stützend wirkten die Prognose für stärkeres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026 sowie überraschend hohe Auftragseingänge zu Jahresbeginn.
Auftragsboom im Januar
Im Januar 2026 allein sicherte sich D-Wave Aufträge im Volumen von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar kletterte der Auftragseingang im laufenden Quartal auf mehr als 32,8 Millionen Dollar – deutlich mehr als der gesamte Vorjahreswert für Q4.
Das Management erwartet, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigt, wenn diese Aufträge in Erlöse umgesetzt werden.
Quantum Circuits übernommen
Die wichtigste strategische Weichenstellung: D-Wave schloss die Übernahme von Quantum Circuits ab. Der Kaufpreis lag bei 550 Millionen Dollar, davon 300 Millionen in eigenen Aktien und 250 Millionen in bar.
Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Modell-Quantencomputer. Die Dual-Rail-Qubits des Unternehmens erkennen 90 Prozent der auftretenden Fehler, die Gate-Genauigkeit liegt bei über 99,9 Prozent.
D-Wave positioniert sich damit als einziger börsennotierter Anbieter mit zwei komplementären Quantencomputer-Plattformen: Annealing-Systemen für Optimierungsprobleme und Gate-Modellen für universelle Rechenaufgaben. Das Ziel ist, die Entwicklung skalierbarer, fehlerkorrigierter Quantencomputer deutlich zu beschleunigen.
Parallel gründete D-Wave eine Geschäftseinheit für US-Regierungsaufträge. Die Leitung übernahm Jack Sears Jr., der mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie mitbringt.
Liquidität gesichert, Cash-Burn hoch
Per 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über 884,5 Millionen Dollar an Zahlungsmitteln und börsenfähigen Wertpapieren – ein Anstieg um 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal flossen 63,7 Millionen Dollar durch die Ausübung von Optionsscheinen zu.
Der freie Cashflow blieb mit minus 75,8 Millionen Dollar deutlich negativ, 69 Prozent mehr als 2024. Analysten rechnen damit, dass D-Wave frühestens 2028 profitabel werden könnte. Die hohe Liquidität verschafft dem Unternehmen allerdings ausreichend Spielraum für die Integration von Quantum Circuits und weitere Investitionen.
Sektor profitiert von IonQ-Zahlen
Rückenwind erhielt die Aktie von den Quartalsergebnissen des Konkurrenten IonQ, die deutlich besser als erwartet ausfielen. Das stützte die Stimmung für Quantencomputer-Titel insgesamt.
Im vergangenen Jahr schwankte die D-Wave-Aktie zwischen einem Hoch von 46,75 Dollar und einem Tief von 4,45 Dollar – typisch für die extreme Volatilität im Quantencomputer-Sektor.
D-Wave startet mit einem grundlegend veränderten Geschäftsmodell ins Jahr 2026. Die Integration der Quantum-Circuits-Technologie und der hohe Auftragseingang liefern konkrete Ansatzpunkte für Wachstum. Ob die erwartete Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte die Bewertung rechtfertigt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.
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