Der Chemiekonzern greift in seiner Care-Chemicals-Sparte hart durch. Mit einer massiven Preiserhöhung für europäische Kunden und dem gleichzeitigen Verkauf eines Geschäftsbereichs reagiert das Management auf den anhaltenden Kostendruck. Diese Doppelstrategie soll die Margen in einem schwierigen Marktumfeld absichern.

Drastische Preisaufschläge in Europa

Seit dem 18. März verlangt der Konzern für sein Portfolio rund um Haushalts- und Industriereiniger in Europa bis zu 30 Prozent mehr Geld. Wo bestehende Verträge es zulassen, fallen die Aufschläge sogar noch höher aus. Verantwortlich für diesen drastischen Schritt sind laut Unternehmensangaben erhebliche Schwankungen bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie deutlich gestiegene Logistik- und Energiekosten. Die Maßnahme betrifft eine breite Palette an Vorprodukten, von Tensiden bis hin zu kosmetischen Wirkstoffen.

Portfoliobereinigung nimmt Fahrt auf

Parallel zur Preisrunde trennt sich der Konzern von Randbereichen. Das Aseptrol-Biozidgeschäft, das unter anderem in der Wasseraufbereitung und Dentalhygiene zum Einsatz kommt, geht an das US-Unternehmen Oxidium Technologies. Finanzielle Details der Transaktion bleiben unter Verschluss.

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Dieser Verkauf reiht sich in eine stringente Strategie ein: Erst Ende Februar wechselte das Geschäft mit optischen Aufhellern den Besitzer. Flankierend dazu hob das Management das konzernweite Kostensenkungsziel bis Ende 2026 von ursprünglich 2,1 auf nun 2,3 Milliarden Euro an.

Marktumfeld bleibt herausfordernd

Die harten Einschnitte spiegeln ein trübes makroökonomisches Bild wider. Höhere US-Zölle verändern globale Warenströme und verschärfen den Wettbewerb in Regionen mit niedrigeren Importschranken. Entsprechend vorsichtig fällt die Gesamtprognose aus: Das angepeilte operative Ergebnis (EBITDA) für 2026 liegt mit 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro selbst im Best-Case-Szenario knapp unter dem Analystenkonsens.

Am Aktienmarkt sorgte das zuletzt für eine verhaltene Stimmung. Am gestrigen Donnerstag schloss das Papier bei 46,45 Euro und rutschte damit leicht unter die 50-Tage-Linie von 47,45 Euro. Seit Jahresbeginn behauptet der Titel dennoch ein moderates Plus von 3,82 Prozent.

Die Care-Chemicals-Division rechnet für das laufende Jahr trotz des Gegenwinds mit steigenden Ergebnissen. Zusätzliche Volumina aus neuen Anlagen und gesunkene Fixkosten sollen die Profitabilität stützen. Die anstehenden Quartalszahlen werden den ersten konkreten Beleg liefern, inwieweit die Kunden die massiven Preisaufschläge im aktuellen Umfeld tatsächlich akzeptieren.

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