Der Ludwigshafener Chemiekonzern macht ernst mit seiner Verschlankung und nutzt die hohe Nachfrage am Markt geschickt aus. Durch den zügigen Verkauf eines großen Aktienpakets an Harbour Energy fließen BASF unerwartet hohe Millionenbeträge zu. Dieser strategische Schritt liefert den Anlegern genau die Argumente, auf die sie gewartet haben.

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Überraschend hohe Nachfrage

Eigentlich sollten nur 60 Millionen Papiere des britischen Öl- und Gasproduzenten den Besitzer wechseln. Weil das Interesse der Investoren im beschleunigten Platzierungsverfahren jedoch die Erwartungen übertraf, stockte das Management das Volumen kurzerhand auf 80 Millionen Stammaktien auf. Mit einem Verkaufspreis von 273 Pence pro Anteilsschein nahm der Konzern rund 290 Millionen US-Dollar ein. Der dabei gewährte Abschlag von neun Prozent auf den letzten Schlusskurs fällt angesichts des Volumens moderat aus. Der Anteil der Ludwigshafener an Harbour Energy sinkt durch diese Transaktion von 41 auf 35 Prozent.

Portfolio-Umbau treibt den Kurs

Marktbeobachter werten die Desinvestition als konsequenten Schritt der aktuellen Unternehmensstrategie. BASF trennt sich gezielt von Randaktivitäten, um sich auf das chemische Kerngeschäft zu fokussieren – ein Trend, der durch den parallel angekündigten Verkauf von Produktionsanlagen am Standort Höchst untermauert wird. An der Börse kommt diese Bereinigung des Portfolios hervorragend an. Mit einem starken Kursplus von über 13 Prozent auf Wochensicht schloss das Papier am Freitag bei 51,36 Euro. Damit notiert der Titel nur noch einen Wimpernschlag unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Blick auf das erste Quartal

Neben der Bilanzpflege treibt das Management auch operative Großprojekte voran. Erst am Donnerstag feierte das Unternehmen die Eröffnung des neuen Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang, der mit 8,7 Milliarden Euro die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte darstellt. Wie schnell sich diese massiven Ausgaben amortisieren, rückt nun in den Fokus der Analysten. Am 30. April präsentiert der Konzern die detaillierten Zahlen für das erste Quartal 2026. Für das Gesamtjahr rechnen Experten derzeit mit einem Gewinn von 2,51 Euro je Aktie und einer leicht angehobenen Dividende von 2,28 Euro.

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