BASF hat mit den vorläufigen Zahlen für 2025 überrascht – allerdings nicht auf ganzer Linie. Während der Free Cashflow die Erwartungen deutlich übertraf, blieb das operative Ergebnis hinter den Prognosen zurück. Für Anleger stellt sich die Frage: Gelingt dem Ludwigshafener Chemiekonzern die Trendwende oder kaschiert der starke Cashflow strukturelle Probleme?

Die wichtigsten Fakten:

  • Free Cashflow erreicht 1,3 Milliarden Euro – mehr als doppelt so hoch wie erwartet
  • EBITDA vor Sondereinflüssen mit 6,6 Milliarden Euro unter Prognose
  • Restrukturierung kommt schneller voran als geplant
  • Vollständiger Geschäftsbericht folgt am 27. Februar 2026

Starker Cashflow, schwaches EBITDA

Die am 22. Januar 2026 veröffentlichten vorläufigen Zahlen zeigen ein gespaltenes Bild. Der Free Cashflow von 1,3 Milliarden Euro liegt deutlich über dem Analystenkonsens von 0,6 Milliarden Euro und übertrifft auch die eigene Prognose von 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro klar.

Anders sieht es beim EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Mit 6,6 Milliarden Euro verfehlte BASF sowohl den Analystenkonsens von 6,7 Milliarden Euro als auch die im Oktober 2025 ausgegebene Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Der Umsatz erreichte 59,7 Milliarden Euro und entsprach damit den Erwartungen.

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Das EBIT fiel auf voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro. BASF begründet dies mit höheren Restrukturierungskosten, betont aber gleichzeitig, dass die Umbaumaßnahmen schneller als geplant vorangingen. Sonderbelastungen von 1,3 Milliarden Euro wurden teilweise durch den Verkauf des Dekorlackgeschäfts an Sherwin-Williams kompensiert.

Umbau läuft auf Hochtouren

Der Konzern setzt mehrere strategische Weichenstellungen um. Der neue Verbundstandort in Zhanjiang ist in Betrieb gegangen – die Investitionen wurden von zehn Milliarden auf 8,7 Milliarden Euro reduziert. Zudem hat BASF die 16,1-prozentige Beteiligung an Stahl Parent an Henkel verkauft.

Das Aktienrückkaufprogramm läuft weiter. In der Woche vom 26. bis 30. Januar 2026 erwarb BASF 523.070 eigene Aktien über verschiedene Handelsplätze.

Jahresbericht als Richtungsentscheid

Am 27. Februar 2026 legt BASF den vollständigen Geschäftsbericht vor. Besonders der Ausblick auf 2026 dürfte entscheidend sein: Kann der Konzern die operative Marge stabilisieren und den starken Cashflow nachhaltig halten? Die Telefonkonferenz für Analysten ist von 9:00 bis 10:00 Uhr MEZ angesetzt, die Jahrespressekonferenz folgt von 10:30 bis 11:30 Uhr MEZ.

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