Der Chemiekonzern BASF treibt seinen tiefgreifenden Umbau weiter voran und setzt gleichzeitig auf gezielte Wachstumsimpulse in Asien. Mit einer neuen Produktoffensive für die anstehende Messe Chinaplas in Shanghai unterstreicht das Unternehmen seine strategischen Ambitionen im wichtigsten Chemiemarkt der Welt. Dabei zeigt sich ein klarer Kontrast zwischen dem Rückzug aus margenschwachen Nischen und der Investition in zukunftsträchtige Spezialkunststoffe.

Innovationen für Asien und Europa

Im Vorfeld der im April stattfindenden Branchenmesse präsentierte der Konzern am Montag neue Kunststoffadditive. Im Fokus stehen Lösungen für extreme Witterungsbedingungen, den Agrarsektor und langlebige Industriebehälter. Der Ausbau des chinesischen Verbundstandorts Zhanjiang bleibt dabei ein zentraler Pfeiler, um das Geschäft trotz lokaler Überkapazitäten und geopolitischer Herausforderungen langfristig zu stützen.

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Parallel zur Expansion in Asien positioniert sich das Unternehmen in Europa als Profiteur strengerer Vorgaben. Mit neuen Polyphenylsulfon-Graden reagiert BASF auf das aktuelle EU-Verbot von Bisphenol in Lebensmittelverpackungen. Hersteller von Mehrwegflaschen oder Kaffeemaschinen erhalten so die Möglichkeit, ihre Produkte rechtzeitig gesetzeskonform neu zu qualifizieren.

Portfoliobereinigung drückt aufs Tempo

Gleichzeitig bereinigt das Management konsequent das eigene Portfolio, um sich auf profitablere Kernbereiche zu fokussieren. Nach dem Abschluss des Verkaufs der Sparte für optische Aufheller im Februar und dem bereits 2025 erfolgten Produktionsstopp für Hydrosulfit in Ludwigshafen steht der nächste große Schritt an: Im zweiten Quartal 2026 plant der Konzern die Veräußerung seiner Lacksparte.

Diese Doppelstrategie aus Kostensenkungen und gezielten Investitionen liefert messbare Resultate. Bis Ende 2025 übertraf BASF das eigene Sparziel und realisierte jährliche Entlastungen von 1,7 Milliarden Euro. Allerdings dämpft der Ausblick für das laufende Jahr die Markteuphorie. Der für 2026 in Aussicht gestellte operative Gewinn (EBITDA vor Sondereinflüssen) von durchschnittlich 6,6 Milliarden Euro liegt spürbar unter den Konsensschätzungen von 7,0 Milliarden Euro. An der Börse verzeichnen die Papiere seit Jahresbeginn dennoch ein Plus von knapp acht Prozent, notieren aktuell bei 48,30 Euro und behaupten sich damit über der 50-Tage-Linie.

Wie sich die neue Produktstrategie im herausfordernden Marktumfeld auf die Bilanzen auswirkt, wird der nächste offizielle Termin konkretisieren. Am 30. April 2026 legt das Management die Zahlen für das erste Quartal vor und tritt am selben Tag auf der Hauptversammlung in Mannheim vor die Aktionäre.

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