BASF Aktie: Nischengeschäfte abgestoßen
Der Chemiekonzern BASF räumt sein globales Portfolio auf und trennt sich gleich von mehreren Randbereichen. Während das Unternehmen in Asien und Europa Kapazitäten abbaut, fließen neue Investitionen gezielt in den afrikanischen Wachstumsmarkt. Diese strategische Neuausrichtung soll Ressourcen für profitablere Kernsegmente freisetzen.
Verkäufe in Asien und Europa
In einem ersten Schritt verkauft BASF das Softex-Geschäft an den Spezialchemie-Anbieter GOVI CAST. Dabei wechseln keine physischen Fabriken den Besitzer. Die Transaktion umfasst ausschließlich immaterielle Werte wie Kundenlisten, Produktions-Know-how und Rezepturen für Spezialchemikalien, die unter anderem in der Handschuhherstellung zum Einsatz kommen. Um den Übergang in Südostasien abzusichern, produziert der Konzern die Artikel vorerst im Rahmen einer Lohnfertigungsvereinbarung am eigenen indonesischen Standort in Cimanggis weiter.
Gleichzeitig treibt das Management den Ausstieg aus der europäischen Hydrosulfit-Produktion voran. Nach der Entscheidung, die Fertigung am Stammwerk in Ludwigshafen einzustellen, gehen nun die dazugehörigen Vermögenswerte und Markenrechte an die Silox Group über.
Expansion in Afrika
Die durch diese Verkäufe frei werdenden Managementkapazitäten fließen in regionale Wachstumsmärkte. In Durban, Südafrika, nahm das Unternehmen eine erweiterte Produktionsanlage für Dispersionen sowie ein neues Anwendungslabor in Betrieb. Mit dem neuen Reaktor stärkt der Konzern seine lokale Lieferfähigkeit für Beschichtungen und Bindemittel in der Bau- und Papierindustrie auf dem gesamten afrikanischen Kontinent.
An der Börse stützen diese strategischen Schritte die jüngste Erholung. Mit einem aktuellen Kurs von 48,54 Euro notiert das Papier wieder über der 50-Tage-Linie von 47,35 Euro und verzeichnet auf Wochensicht ein Plus von rund sechs Prozent.
Fokus auf Margen
Der Rückzug aus moderat wachsenden Nischenmärkten reduziert die Komplexität im Konzern spürbar. Durch die Bündelung der Ressourcen auf margenstärkere anorganische Chemikalien am Standort Ludwigshafen und die parallele Expansion in Afrika richtet sich BASF operativ robuster gegen den anhaltenden Kostendruck in der Branche aus.
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