BASF Aktie: Konkrete Beobachtungen
Der Ludwigshafener Chemieriese kämpft weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld und sinkenden Preisen. Doch die jüngsten vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 offenbaren eine positive Anomalie: Der Free Cash Flow übertraf sämtliche Analystenschätzungen deutlich. Greift die harte Restrukturierung schneller als gedacht, oder verdecken die Einmaleffekte operative Schwächen?
Das Wichtigste in Kürze:
* Überraschung: Free Cash Flow mit 1,3 Mrd. Euro mehr als doppelt so hoch wie erwartet.
* Operativ: EBITDA vor Sondereinflüssen verfehlt mit 6,6 Mrd. Euro leicht die Prognose.
* Portfolio: Strategische Prüfung der Tochter trinamiX eingeleitet.
* Termin: Vollständiger Geschäftsbericht und Ausblick folgen am 27. Februar 2026.
Liquidität schlägt Profitabilität
Die am 22. Januar veröffentlichten vorläufigen Eckdaten zeigen ein zweigeteiltes Bild. Während das operative Geschäft unter Druck steht, generiert der Konzern unerwartet viel Barmittel. Der Free Cash Flow erreichte 1,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Analystenkonsens lag lediglich bei 0,6 Milliarden Euro, und selbst die optimistischste eigene Prognose endete bei 0,8 Milliarden Euro.
Verantwortlich für diesen Sprung ist nicht primär das operative Tagesgeschäft, sondern ein schnellerer Fortschritt bei den Restrukturierungsmaßnahmen sowie Einnahmen aus Desinvestitionen, wie dem Verkauf des Dekorlackgeschäfts.
Operativ spürt BASF weiterhin Gegenwind. Der Umsatz sank auf 59,7 Milliarden Euro (Vorjahr bereinigt: 61,4 Mrd. Euro). Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 6,6 Milliarden Euro unter der eigenen Zielspanne. Zwar legten die Verkaufsmengen leicht zu, doch negative Währungseffekte und niedrigere Preise zehrten diese Erfolge wieder auf. Die Aktie notiert in diesem gemischten Umfeld bei 45,96 Euro und sucht nach einer klaren Richtung, nachdem sie auf Jahressicht knapp 3 Prozent im Minus liegt.
Portfolio-Bereinigung geht weiter
Das Management treibt die Fokussierung auf das Kerngeschäft konsequent voran. Am 26. Januar kündigte der Konzern an, strategische Optionen für die Tochtergesellschaft trinamiX zu prüfen. Das auf biometrische Bildgebung spezialisierte Unternehmen passt laut Konzernführung nicht mehr zum chemischen Kerngeschäft.
Optionen reichen von Restrukturierung bis zum Verkauf. Um diesen Prozess zu leiten, wurde Dr. Lothar Laupichler zum 1. Februar als neuer Geschäftsführer eingesetzt. Auch im Bereich Care Chemicals gibt es Bewegung: Daniel Wussow übernimmt dort zum 1. April die Leitung. Diese Personalien unterstreichen den Willen, Strukturen zu straffen und Verantwortlichkeiten neu zu ordnen.
Der Blick richtet sich auf Ende Februar
Die vorläufigen Zahlen haben die gröbsten Unsicherheiten beseitigt, doch das vollständige Bild fehlt noch. Am 27. Februar 2026 wird BASF den detaillierten Geschäftsbericht vorlegen. Marktbeobachter werten diesen Termin als entscheidend für die weitere Kursentwicklung.
Im Zentrum des Interesses steht dann nicht mehr der Rückblick auf 2025, sondern der Ausblick auf das laufende Jahr und vor allem der Dividendenvorschlag. Angesichts des starken Free Cash Flows dürften Anleger genau prüfen, ob die Dividendenkontinuität gewahrt bleibt. Sollte der Ausblick für 2026 eine Stabilisierung der Margen in Aussicht stellen, könnte dies den nötigen Impuls liefern, um den Kurs nachhaltig über den 50-Tage-Durchschnitt von aktuell 45,07 Euro zu heben.
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