Die Chemie stimmt wieder bei BASF. Nach monatelanger Unsicherheit am Stammwerk Ludwigshafen und zähem Portfolioumbau zeigt sich der DAX-Konzern zu Jahresbeginn 2026 von seiner entschlossensten Seite. Eine Standortvereinbarung schafft Planungssicherheit, gleichzeitig trennt sich das Unternehmen konsequent von Randbereichen. Die Börse reagiert wohlwollend.

Die wichtigsten Entwicklungen:
* Neue Standortvereinbarung sichert Ludwigshafen bis Ende 2028 ab
* Jährliche Investitionen von 1,5 bis 2 Milliarden Euro zugesagt
* Verkauf der Aufheller-Sparte an Catexel im ersten Quartal geplant
* Aktie notiert bei 44,78 Euro – deutlich über Jahrestief von 37,40 Euro

Standortsicherung beendet Hängepartie

Seit dem 1. Januar 2026 gilt am weltgrößten Chemieverbund in Ludwigshafen eine neue Vereinbarung mit der Arbeitnehmerseite. Für die rund 30.000 Beschäftigten bedeutet das: keine betriebsbedingten Kündigungen bis mindestens Ende 2028. Im Gegenzug verpflichtet sich BASF zu Investitionen zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro pro Jahr für Modernisierung und nachhaltige Transformation des Standorts.

Die Regelung beendet eine Phase der Unsicherheit, die den Konzern monatelang begleitete. Nun kann das Management die längst überfällige Digitalisierung und Umstellung auf klimafreundlichere Prozesse ohne interne Reibungen vorantreiben. Die Vereinbarung enthält zudem eine Option auf Verlängerung über 2028 hinaus.

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Aufheller-Geschäft geht an Catexel

Parallel zum Standortdeal treibt BASF die Portfolio-Straffung voran. Das Geschäft mit optischen Aufhellern für Waschmittel – ein Nischenbereich ohne strategische Relevanz – wird an den Spezialchemie-Konzern Catexel verkauft. Die Transaktion umfasst internationale Aktivitäten sowie Produktionsanlagen im Schweizer Monthey.

Der Abschluss wird für das erste Quartal 2026 erwartet. Damit setzt BASF seine "Winning Ways"-Strategie fort: Konzentration auf margenstärkere Kerngeschäfte, Ausstieg aus Randbereichen. Genau diese Klarheit honoriert die Börse derzeit.

Zahlenwerk als nächster Test

Am 27. Februar 2026 legt BASF die Bilanz für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Analysten erwarten erste Spuren der strikten Kostendisziplin in den Ergebnissen. Die Dividendenkontinuität – zuletzt 2,25 Euro je Aktie – gibt dem Titel zusätzlichen Halt.

Mit 44,78 Euro notiert die Aktie mittlerweile knapp 20 Prozent über dem 52-Wochen-Tief und hat wichtige charttechnische Hürden überwunden. Der strukturelle Umbau des Konzerns scheint bei Investoren anzukommen. Bleibt die Frage, ob die Zahlen Ende Februar die gestiegenen Erwartungen erfüllen können.

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